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13 Jul 2026

Vom Tunnel aufs Parkett: Ehemalige Geiseln stehen bei der Makkabiade auf dem Basketballfeld

Es gibt Bilder, die mehr über Israels Weg erzählen als jede Statistik. Eines davon entstand diese Woche in Tel Aviv: David und Ariel Cunio, Bar Kupershtein, Elkana Bohbot, Eliya Cohen, Or Levy und Eitan Horn liefen in Sporttrikots aufs Basketballfeld. Alle sieben überlebten die Geiselhaft der Hamas. Jetzt spielten sie im Rahmen der Makkabiade ein Freundschaftsspiel, gemeinsam mit früheren israelischen Nationalspielern und Vertretern des Weltjudentums.

Organisiert hatten die Begegnung die Jewish Agency und die Organisation Lehosheet Yad. Die Botschaft war doppelt: Dank an die Diaspora für die Unterstützung der Verschleppten und ihrer Familien während der langen Monate der Gefangenschaft, und zugleich eine Erinnerung daran, dass der Weg der Rückkehr ins Leben gerade erst begonnen hat.

Spiele mit Narben

Die 22. Makkabiade, die „jüdische Olympiade“, trägt in diesem Jahr das Gewicht der vergangenen Jahre sichtbar mit sich. Wegen des Krieges mit dem Iran um ein Jahr verschoben, kamen rund 5.000 jüdische Athleten aus rund 30 Ländern nach Israel, weniger als sonst, einige Delegationen sagten ab oder schrumpften. Australien zog seine Mannschaft erst zurück und kehrte dann doch um: 14 Athleten marschierten am Ende hinter ihrer Flagge ins Jerusalemer Teddy-Stadion ein.

Die Eröffnungsfeier geriet zum Spiegel der israelischen Gegenwart. Die Familien der zwölf drusischen Kinder, die 2024 auf einem Fußballplatz in Madschd al-Schams von einer Hisbollah-Rakete getötet wurden, trugen das Makkabiade-Banner. Die französische Delegation ehrte ihren Teamkameraden Dan Elkayam, ermordet beim Anschlag auf eine Chanukka-Feier in Sydney. Der aus der Geiselhaft befreite Edan Alexander sprach zur Menge: Israel erinnere und heilige alle Helden, die auf dem Weg gefallen sind. Der am 7. Oktober bei der Verteidigung eines Kibbuz schwer verwundete Fallschirmjäger-Offizier Evyatar Zeituni trug die Fackel, ehe ein Paralympics-Sieger und eine Olympia-Medaillengewinnerin gemeinsam die Flamme entzündeten.

„Danke, dass ihr nicht abgesagt habt“

Makkabiade-Geschäftsführer Roy Hessing brachte die Stimmung auf den Punkt: Das Erste, was die Athleten nach der Landung sagten, sei ein Dank dafür, dass die Spiele nicht abgesagt wurden. Und er benannte auch, was sich seit der Verschiebung zum Guten gewendet hat: Alle Geiseln sind zurück.

Genau das machte den Abend auf dem Basketballfeld so besonders. Männer, die zwei Jahre in Tunneln um ihr Leben bangten, warfen Körbe vor jubelndem Publikum. Kein Sieg in diesem Spiel zählte, und doch war es einer.

Die Spiele laufen noch bis zum heutigen Montag.

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