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19 May 2026

Vance: „Iran will einen Deal“ – und keiner will kämpfen

Die amerikanische Regierung sendet widersprüchliche Signale im Konflikt mit Iran. US-Vizepräsident JD Vance betont, Washington setze weiter auf Verhandlungen und sehe „große Fortschritte“. Die militärische Option bleibt gleichzeitig ausdrücklich auf dem Tisch.

Vance erklärte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, weder die USA noch Iran hätten Interesse an einer neuen Eskalation. Man glaube in Washington, dass Teheran grundsätzlich zu einem Abkommen bereit sei. Das Ziel bleibe unverändert: Iran dürfe niemals Atomwaffen besitzen.

Hinter den Kulissen wirkt die Lage deutlich komplizierter. Mehrere amerikanische Medien berichten von hochrangigen Treffen im Weißen Haus, bei denen neue Angriffspläne gegen iranische Ziele diskutiert wurden. Trump selbst erklärte, ein Angriff könne „innerhalb weniger Tage“ erfolgen, falls die Gespräche scheitern.

Innerhalb der Regierung gilt Vance als skeptisch gegenüber einem größeren Militäreinsatz im Nahen Osten. Auch wirtschaftliche Faktoren spielen eine Rolle: die Sorge um steigende Ölpreise und die Lage rund um die Straße von Hormus.

In Israel verfolgt man die Entwicklung mit wachsender Spannung. Die Einschätzung dort: Die Gefahr neuer Angriffe bleibt real, auch wenn Washington den diplomatischen Weg noch nicht aufgegeben hat.

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