USA bereiten Rückkehr von Diplomaten in Nahost-Botschaften vor
Das US-Außenministerium bereitet die Rückkehr von Diplomaten an jene Nahost-Botschaften vor, die vor und während des Kriegs mit dem Iran evakuiert worden waren. Das berichtete die New York Times am Dienstag unter Berufung auf ein internes Dokument des Ministeriums.
Mitarbeiter des US-Auswärtigen Dienstes (Foreign Service) könnten demnach bereits in dieser Woche an ihre Posten zurückkehren. Auch die Notfallmaßnahmen, die an den US-Vertretungen in der Region eingeführt worden waren, sollen schrittweise zurückgefahren werden.
Der geplante Schritt markiert eine Kehrtwende in der diplomatischen Sicherheitspolitik Washingtons, nachdem US-Vertretungen monatelang mit deutlich reduziertem Personal ausgekommen waren. Dem Bericht zufolge ist jedoch nicht vorgesehen, dass alle betroffenen Botschaften sofort zum Normalbetrieb zurückkehren.
Erst Anfang August war berichtet worden, das Außenministerium habe US-Botschaften in der gesamten Region aufgefordert, Pläne für einen reduzierten Betrieb vorzubereiten. Damals erwog man offenbar eine längere Phase mit verringerter Personalstärke, während der Krieg mit dem Iran andauerte und versetzte Diplomaten in Unklarheit über den Zeitpunkt ihrer Rückkehr blieben.
Der Personalabbau hatte begonnen, nachdem die USA und Israel am 28. Februar 2026 ihre gemeinsame Militärkampagne gegen den Iran gestartet hatten. Mit der Zuspitzung des Konflikts und der Bedrohung amerikanischer diplomatischer Einrichtungen durch Raketen und Drohnen ordnete Washington die Ausreise von nicht dringend benötigtem Personal und Familienangehörigen aus den Vertretungen in Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. In Israel und im Libanon galten bereits vor dem regionalen Personalabzug entsprechende Ausreiseregelungen.
Der Iran reagierte in der Folge mit Vergeltungsschlägen gegen Ziele in der gesamten Region, darunter Golfstaaten und amerikanische Militäreinrichtungen. Die regionale Konfrontation hält trotz Phasen verringerter militärischer Aktivität an, während Washington den militärischen und wirtschaftlichen Druck auf Teheran aufrechterhält.
Spannungen bleiben ungelöst
Die offenbar gelockerten Beschränkungen für diplomatisches Personal fallen in eine Zeit, in der die Spannungen zwischen Washington und Teheran weiter ungelöst sind. Am Dienstag verhängten die USA zusätzliche Sanktionen im Zusammenhang mit iranischer Militäraktivität und Erdölexporten. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte zugleich, Washington habe weitere militärische Schläge gegen den Iran oder in der Straße von Hormus nicht ausgeschlossen.
Die Straße von Hormus bleibt ein zentraler Streitpunkt. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche erklärt, es seien keine Verhandlungen mit dem Iran angesetzt und die amerikanische Seeblockade bleibe in Kraft. Bemühungen um eine dauerhafte Regelung für die strategische Wasserstraße kommen demnach weiterhin nicht voran.
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