Blog

13 May 2026

Trotz Buhrufen und Protesten: Israel erreicht Eurovision-Finale in Wien

Der israelische Sänger Noam Bettan hat trotz Protesten und anti-israelischer Sprechchöre das Finale des Eurovision Song Contest in Wien erreicht. Während seines Auftritts waren im Saal vereinzelt „Stop the genocide“-Rufe zu hören, dennoch qualifizierte sich Israel am Ende für das große Finale am Samstag.

Bettan präsentierte seinen Song „Michelle“ auf Englisch, Hebräisch und Französisch. Israelische Medien berichten, dass die Stimmung in der Halle zeitweise angespannt gewesen sei. Gleichzeitig gab es aber auch lautstarke Unterstützung für den israelischen Teilnehmer. Nach seinem Auftritt sagte Bettan, er habe die Buhrufe zwar wahrgenommen, doch die Unterstützung vieler Zuschauer habe ihm Kraft gegeben. Besonders während der hebräischen Passage des Liedes habe er das Gefühl gehabt, „für Israel zu singen“.

Laut österreichischen Berichten mussten Sicherheitskräfte während der Show zwei Störer aus der Halle entfernen. Bereits im Vorfeld war die Teilnahme Israels politisch umstritten gewesen. Mehrere europäische Länder hatten versucht, Israel vom Wettbewerb auszuschließen oder boykottierten den Wettbewerb teilweise.

Auch außerhalb der Halle kam es in Wien zu kleineren anti-israelischen Protesten. Für die kommenden Tage rechnen die Behörden mit weiteren Demonstrationen rund um das Finale.

Trotz der politischen Spannungen gehört Israel laut Wettquoten weiterhin zu den Kandidaten mit guten Chancen auf eine starke Platzierung im Finale.

Wir berichten hier nicht aus der Distanz, sondern mitten aus dem Alltag in Israel.
Wenn du das schätzt, kannst du unsere Arbeit direkt unterstützen.
Einfach und sicher per via PayPal

Related Posts