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15 Jul 2026

Lagebesprechung im Weißen Haus: Trump lässt den ganz großen Schlag gegen den Iran planen

Die nächtlichen Angriffe am Golf könnten erst der Anfang gewesen sein. US-Präsident Donald Trump hat am Dienstagabend im Lageraum des Weißen Hauses über Pläne für eine neue Angriffswelle beraten, die deutlich über die bisherigen Bombardements an der Straße von Hormus hinausgehen soll.

Am Tisch saßen die Spitzen des Sicherheitsapparats: Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs Dan Caine, CIA-Direktor John Ratcliffe und Gesandter Steve Witkoff. Im Zentrum standen Pläne für massive Schläge gegen strategische Ziele im Iran. Das Weiße Haus wollte sich nicht äußern.

Das Kalkül dahinter: Trump ist nach Einschätzung der Quellen bereit, den Schaden so weit zu treiben, bis das Regime die Meerenge wieder öffnet und seine Bedingungen in der Nuklearfrage akzeptiert.

„Nächste Woche kommen die Kraftwerke“

Wie diese Eskalation aussehen könnte, skizzierte Trump selbst in einem Fox-News-Interview vor der Sitzung. Man werde den Iran heute Nacht hart treffen, morgen Nacht, die Nacht darauf, „und nächste Woche wird es richtig schlimm für sie, denn nächste Woche kommen die Kraftwerke. Nächste Woche kommen die Brücken. Wir schalten alle ihre Kraftwerke aus, wir schalten alle ihre Brücken aus, es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch.“ Die Energieziele hebe er sich für den Schluss auf. Eine Bodenoffensive schloss er nicht aus, sie würde aber „wahrscheinlich“ ohne US-Truppen auskommen. Sein Verhandlungsteam habe den Iranern kurz zuvor eine Botschaft übermittelt: „Macht besser einen Deal, sonst bleibt euch gar nichts.“

Beim mysteriösen „Pickaxe Mountain“ schlug Trump leisere Töne an als noch am Montag: Kameras seien auf den Berg gerichtet, es gebe dort „sehr wenig Aktivität“. Aber schon bei geringster Bewegung werde man zuschlagen. Teherans Militärsprecher konterte, der Berg sei eine „rote Linie“.

Die Bilanz der Woche: sieben Schiffe, zwölf zivile Opfer

CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper zog eine bittere Wochenbilanz: Der Iran habe gezielt Zivilisten angegriffen und sieben Handelsschiffe attackiert, fast ein Dutzend zivile Besatzungsmitglieder seien tot, verletzt oder vermisst. Dennoch geleitete das US-Militär in derselben Woche 300 Schiffe durch die Meerenge. Seit Dienstagnachmittag gilt die Seeblockade der iranischen Häfen; den angekündigten Wegzoll von 20 Prozent zog Trump wieder zurück, stattdessen sollen die Golfstaaten „massive“ Investitionen in den USA tätigen.

Die Revolutionsgarden meldeten ihre fünfte Angriffswelle gegen US-Einrichtungen in Bahrain. Beide Seiten eskalieren und verhandeln zugleich. Trumps Wette lautet: Der Druck bricht Teheran, bevor der Krieg alle bricht. Ob sie aufgeht, dürfte sich noch in dieser Woche zeigen.

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