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18 May 2026

Israel stoppt türkische Gaza-Flottille nahe Zypern

Israelische Marineeinheiten haben nahe Zypern mehrere Schiffe der „Global Sumud Flotilla“ übernommen, die aus der türkischen Küstenstadt Marmaris in Richtung Gaza unterwegs war. Die Aktion fand in internationalen Gewässern statt, mehrere hundert Kilometer von Israels Küste entfernt.

Nach israelischen Angaben wurden zunächst die größeren Schiffe an der Spitze des Konvois gestoppt. Ziel sei es gewesen, die Führung der Flottille zu kontrollieren und dadurch weitere Boote zur Umkehr zu bewegen. Aktivisten wurden nach der Übernahme auf ein Schiff gebracht, das israelische Sicherheitskreise als „schwimmendes Gefängnis“ bezeichneten. Von dort sollen sie nach Ashdod transportiert werden.

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass der Kontakt zu mindestens 23 Schiffen zeitweise abgebrochen sei. Livebilder zeigten, wie Aktivisten während der Erstürmung Mobiltelefone ins Meer warfen, während israelische Soldaten bewaffnet an Bord gingen. Größere Zusammenstöße wurden zunächst nicht gemeldet.

Israels Außenministerium sprach von einer „Provokation unter humanitärem Deckmantel“ und warf beteiligten Gruppen vor, Hamas politisch zu unterstützen. Jerusalem verwies dabei auf die türkische Organisation IHH, die bereits hinter der Mavi-Marmara-Flottille von 2010 stand, bei der es zu tödlichen Auseinandersetzungen gekommen war.

Die israelische Marine hatte sich seit Tagen auf die Ankunft der Schiffe vorbereitet. Israel betonte, dass eine Durchbrechung der Seeblockade des Gazastreifens nicht zugelassen werde.

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