Hisbollah weitet Angriffe aus: Nach Nahariya nun auch Raketenalarm in Akko
Im Norden Israels folgt eine Raketenwelle der nächsten. Nachdem die Hisbollah bereits am Samstag Ziele in Karmiel, Safed und Nahariya beschossen hatte, wurde am Sonntagmittag erstmals auch in Akko Raketenalarm ausgelöst. Zuvor hatten Bewohner der Krayot eine Vorwarnung auf ihre Mobiltelefone erhalten.
Bereits am Morgen waren mehrere Raketen aus dem Libanon in Richtung Nahariya abgefeuert worden. Ein Teil der Geschosse wurde von der Luftabwehr abgefangen, andere schlugen in offenem Gelände ein. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Auffällig ist die zunehmende Reichweite der Angriffe. Konzentrierten sie sich zunächst auf Grenzgemeinden, geraten nun auch größere Städte und weiter südlich gelegene Gebiete ins Visier. Die anhaltenden Warnsirenen zeigen, dass sich die Lage entlang der gesamten Nordfront verschärft.
Seit den frühen Morgenstunden wurden Alarmmeldungen unter anderem in Rosh Hanikra, Schlomi, Hanita, Ya’ara, Arab al-Aramshe, Schomera, Zarit, Metula, Kfar Giladi, Tel Hai, Kirjat Schmona und Beit Hillel ausgelöst. Neben Raketenbeschuss gab es auch Warnungen vor feindlichen Drohnen.
Die Armee hatte in den vergangenen Tagen vor einer Ausweitung des Beschusses gewarnt. Das Heimatfrontkommando verschärfte daraufhin die Schutzmaßnahmen in mehreren Regionen: Schulen wurden geschlossen, Versammlungen eingeschränkt, Krankenhäuser verlegten Teile ihres Betriebs in geschützte Bereiche.
Verteidigungsminister Israel Katz betonte bei einer Gedenkveranstaltung die jüngsten militärischen Erfolge im Südlibanon. Er verwies auf die Einnahme des Beaufort-Rückens und erklärte, Israel werde alles tun, um die Sicherheit der Bewohner im Norden wiederherzustellen.
Die Realität vor Ort bleibt angespannt. Auch mehr als sechs Wochen nach Inkrafttreten der Waffenruhe kommt es nahezu täglich zu Raketenangriffen, Drohnenalarm und militärischen Auseinandersetzungen. Für viele Bewohner Nordisraels ist die Waffenruhe inzwischen weit entfernt von dem, was ihr Name verspricht.
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