Flammen in Samaria und im Norden: Havat Gilad evakuiert, 13 Häuser brennen
Ein heißer, windiger Schabbat hat Israels Feuerwehren an mehrere Fronten gleichzeitig gerufen. Am schwersten traf es die Ortschaft Havat Gilad in Samaria: Ein Flächenbrand, der bei Kedumim ausgebrochen war, fraß sich unter starkem Wind rasant auf den Ort zu, übersprang die erste Häuserreihe und setzte nach Angaben des Feuer- und Rettungsdienstes 13 Wohnhäuser sowie weitere Gebäude in Brand. Auch mehrere Fahrzeuge brannten aus, darunter ein Löschfahrzeug. Der Ort wurde vollständig evakuiert.
Die Polizei des Bezirks Samaria brachte die Bewohner in Sicherheit und sperrte die Route 55 westwärts ab der Jit-Kreuzung, um sie als Evakuierungsstrecke freizuhalten. Löschmannschaften aus Samaria und den Nachbarbezirken kämpften gemeinsam mit Freiwilligen und Löschflugzeugen der Elad-Staffel gegen die Flammen. Die gute Nachricht inmitten der Zerstörung: Es gab keine Schwerverletzten. Mehrere Bewohner atmeten Rauch ein, mussten aber nicht ins Krankenhaus.
Auch der Norden brennt
Parallel hielten zwei Brände den Norden in Atem. In Schimschit in der Jesreel-Ebene näherte sich ein Feuer aus offenem Gelände dem Ort, die erste Häuserreihe wurde evakuiert, die übrigen Bewohner sollten wegen des dichten Rauchs in den Häusern bleiben. Acht Löschtrupps und Löschflugzeuge waren im Einsatz, während der Wind die Flammen weitertrieb. Ein drittes Feuer brach in Kfar Vradim in Galiläa aus, nahe dem Ortszentrum. Feuerwehr, Polizei, örtliche Sicherheitskräfte und Notfallteams arbeiteten an der Eindämmung, das Gebiet wurde für den Verkehr gesperrt.
Die Ursachen der Brände sind noch offen, die Behörden nennen bislang die Kombination aus Hitze, Trockenheit und starkem Wind als Treiber der schnellen Ausbreitung. Die Bevölkerung ist aufgerufen, die betroffenen Gebiete zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen.
Für die Bewohner von Havat Gilad beginnt nach dem Feuer die bittere Bestandsaufnahme. Dreizehn Familien standen am Abend vor beschädigten oder zerstörten Häusern, gerettet aber sind alle. In einem Sommer, in dem das Land ohnehin an vielen Fronten kämpft, ist das die Nachricht, die zählt.
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