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EIL: Iran erklärt Straße von Hormus für geschlossen, USA fliegen dritte Angriffswelle

Die Revolutionsgarden haben die Straße von Hormus „bis auf Weiteres“ für geschlossen erklärt. Kein Schiff dürfe die Meerenge passieren, bis die „amerikanische Einmischung in der Region“ ende. Zuvor hatten die Garden nach eigener Darstellung ein Schiff mit einem „Warnschuss“ gestoppt, das eine von Teheran nicht genehmigte Route befuhr. Das berichten Ynet und iranische Staatsmedien.

Die Wirklichkeit hinter dem „Warnschuss“ zeichnet das US-Zentralkommando: Die Revolutionsgarden hätten das Containerschiff „GFS Galaxy“ unter zyprischer Flagge „unverhohlen angegriffen“. Ein ziviles Besatzungsmitglied wird vermisst, im Maschinenraum brach Feuer aus, die Crew verließ das Schiff östlich von Oman im Rettungsboot. Noch am Samstagabend begann die dritte US-Angriffswelle dieser Woche gegen iranische Ziele, darunter Radaranlagen sowie Lager und Startrampen für Raketen und Drohnen. Verteidigungsminister Pete Hegseth: „Der Iran hat eine schlechte Wahl getroffen. Jetzt zahlt er.“

Die Lage weitet sich aus: Iranische Medien melden Explosionen in Bushehr, Bandar Abbas, Sirik, auf Qeshm und in Kerman. In Bahrain heulten die Sirenen, die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten die Abwehr von Raketen- und Drohnenbedrohungen. In den Tagen zuvor hatte Jordanien mehrere iranische Raketen abgefangen.

Bitter ist der Zeitpunkt für die Diplomatie: Nur Stunden zuvor waren in Maskat Gespräche über die Meerenge ohne Durchbruch zu Ende gegangen. Oman hatte einen Kompromiss vorgelegt, die Südroute frei, die Nordroute mit iranischer Genehmigung, aber ohne Gebühren. Teherans Antwort kam per Warnschuss. Der neue Oberste Führer Mojtaba Khamenei, seit Monaten unsichtbar, meldete sich mit einem Racheschwur für die Tötung seines Vaters zu Wort.

Israelische Stellen beziffern die Chance auf ein dauerhaftes Abkommen mit null und bereiten sich auf Eskalationsszenarien vor, einschließlich der Möglichkeit, dass der Iran versucht, Israel in den Konflikt hineinzuziehen.

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