CIA zweifelt an Irans Bereitschaft, den Trump-Deal umzusetzen
Im US-Sicherheitsapparat gibt es erhebliche Zweifel an der neuen Absichtserklärung mit dem Iran. Nach Berichten von Axios warnte CIA-Direktor John Ratcliffe in internen Beratungen, nachrichtendienstliche Erkenntnisse weckten ernste Zweifel daran, ob Teheran bereit sei, die von Washington geforderten Zugeständnisse im Atomprogramm umzusetzen. Die Trump-Regierung dagegen verkauft das Abkommen als diplomatischen Durchbruch.
US-Vizepräsident JD Vance verteidigte das Abkommen in mehreren Interviews. Internationale Atominspektoren sollten in den Iran zurückkehren, erklärte er. Die Internationale Atomenergiebehörde und die USA würden dem Iran helfen, seine Bestände an angereichertem Uran zu beseitigen oder zu neutralisieren. Das sei ein Kernpunkt der Vereinbarung.
Zugleich räumte er ein, die Absichtserklärung sei nur ein kurzes Grundsatzpapier. Die praktischen Details sollen erst in den kommenden 60 Tagen ausgehandelt werden. Genau darin sehen Kritiker das Problem: Der Iran könnte in dieser Übergangsphase Zeit gewinnen, ohne die entscheidenden nuklearen Zugeständnisse gemacht zu haben.
Nach Axios teilten auch Außenminister Marco Rubio und Kriegsminister Pete Hegseth intern Bedenken. Vance, Steve Witkoff und Jared Kushner drängten dagegen darauf, den Deal voranzubringen.
Laut Vance verpflichtet sich der Iran im ersten Abschnitt der Absichtserklärung zu regionalem Frieden und Stabilität. Teheran dürfe dann keine terroristischen Organisationen mehr finanzieren und keine destabilisierenden Aktivitäten in der Region unterstützen. Aus israelischer Sicht ist genau das zentral, denn der Iran finanziert und bewaffnet seit Jahren Gruppen wie Hisbollah, Huthi und Hamas.
Vance bemühte sich, israelische Sorgen zu zerstreuen. Das Abkommen werde Israel sicherer machen, sagte er. Verstehe die israelische Öffentlichkeit den Inhalt, werde sie darin einen Weg zu einem neuen Nahen Osten erkennen.
Die Zweifel bleiben. Solange der vollständige Text fehlt und der Iran die entscheidenden Schritte nicht umsetzt, bleibt der Deal ungesichert. Die Trump-Regierung setzt auf Kontrolle und Anreize. Die CIA warnt dagegen, Teherans Absichten deckten sich nicht unbedingt mit seinen öffentlichen Zusagen.
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