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01 Aug 2026

Angriff vor dem Börsenstart? Bericht über gemeinsame Schläge gegen Irans Energieanlagen

Es könnte die härteste Angriffswelle dieses Krieges werden, und der Zeitplan verrät, worum es dabei auch geht. Die USA und Israel planen nach einem Bericht von CBS News eine Bombenkampagne gegen die Energieinfrastruktur des Iran, mit Angriffen möglicherweise an diesem Wochenende. Im Gespräch war, die Operation abzuschließen, bevor am Montag die Finanzmärkte öffnen, aus Sorge um die Folgen für die amerikanische und die Weltwirtschaft. Ein Endpunkt sei jedoch nicht festgelegt.

Als mögliche Ziele nennen zwei Quellen Kraftwerke und Raffinerien. Nach Angaben mehrerer amerikanischer Quellen wurde Israel unterrichtet und stimmt sich mit Washington ab. Ein israelischer Vertreter widersprach gegenüber CBS allerdings deutlich: „Israel ist keine Entscheidung zur Wiederaufnahme voller Militäroperationen bekannt, und Israel wurde auch nicht gebeten, sich militärischen Aktionen gegen den Iran anzuschließen.“ Käme es dennoch dazu, wäre es Israels erste Rückkehr in die Kampfhandlungen seit der Waffenruhe, abgesehen vom kurzen Schlagabtausch nach den Abschüssen in Richtung Israel.

Camp David, und die Frage, ob Trump schon zugestimmt hat

Hier gehen die Berichte auseinander, und der Unterschied wiegt schwer. CBS schreibt, der Präsident habe den endgültigen Befehl noch nicht erteilt. Das Wall Street Journal berichtet dagegen, Trump habe den Plan bereits autorisiert; US-Vertreter sagten der Zeitung, ein rascher diplomatischer Durchbruch könne ihn allerdings dazu bringen, die Angriffe abzusagen.

Beraten wurde der Plan am Freitag bei einer Kabinettssitzung, die Trump in Camp David abhielt und erstmals live übertragen ließ. Bemerkenswert ist der Widerstand aus den eigenen Reihen: Mehrere Berater aus dem politischen Bereich des Weißen Hauses sprachen sich einer Quelle zufolge nachdrücklich dagegen aus.

Trump selbst ließ vor Journalisten keinen Zweifel an seiner Richtung. „Wir werden sie sehr hart treffen. Irgendwann werden sie sagen: Wir können nicht mehr.“ Auf die Frage nach einer Wiederbelebung der Diplomatie antwortete er knapp: „Ich glaube, wir wollen einfach gewinnen.“ Zur Bilanz von fünf Monaten Krieg sagte er, man habe Irans militärische Kapazität ausgelöscht, Marine und Luftwaffe seien vernichtet: „Sie haben noch einiges übrig, aber bald werden sie nichts mehr haben.“ Und mit Blick auf Teheran: „Sie wollen immer reden, aber sie brechen so oft ihr Wort.“

Ein israelischer Vertreter berichtete CBS, Netanyahu habe Trump bei ihrem Treffen am Dienstag drei Optionen zur Fortführung des Krieges vorgelegt, darunter Angriffe auf Nachschubwege über Land. Über eine mögliche Abschaltung der Stromversorgung in ganz Teheran wurde nach dem Bericht am Freitagnachmittag auf hoher Ebene beraten, entschieden ist nichts. Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte, die Vereinigten Staaten würden gewinnen, und der Iran werde unter Trump keine Atomwaffe erhalten. Das Pentagon wollte sich zu Zielen vor einer Entscheidung des Präsidenten nicht äußern.

Teherans Antwort ist angekündigt

Aus dem Iran kam die Reaktion prompt. Ein hochrangiger Sicherheitsvertreter erklärte gegenüber der Agentur Tasnim, man habe einen „umfassenden Plan als Antwort auf jede mögliche amerikanische Unbesonnenheit“ vorbereitet. Konkret genannt wurden dabei zwei Zielkategorien: kritische Infrastruktur in Israel sowie amerikanische Energieanlagen in der Region.

Damit steht die Rechnung im Raum, die dieses Wochenende bestimmt. Wer Kraftwerke und Raffinerien angreift, trifft ein Land dort, wo es am verwundbarsten ist. Und muss damit rechnen, dass die Antwort dieselbe Logik verfolgt.

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