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14 Jul 2026

Erstes Todesopfer am Golf: Iran trifft Tanker der Emirate, Trump droht dem „Pickaxe Mountain“

Die Konfrontation am Golf hat ihr erstes Todesopfer gefordert. Zwei iranische Marschflugkörper trafen die emiratischen Tanker „Mombasa“ und „Al Bahiyah“ auf der Südroute der Straße von Hormus, in omanischen Hoheitsgewässern. Ein indisches Besatzungsmitglied starb, acht Seeleute wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Auf beiden Schiffen brachen Brände aus, sie wurden unter Kontrolle gebracht. Die Revolutionsgarden übernahmen die Verantwortung: Die Schiffe hätten wiederholte Warnungen ignoriert.

Die Reaktion aus Abu Dhabi lässt aufhorchen. Das Verteidigungsministerium der Emirate nannte den Angriff einen schweren Bruch des Völkerrechts und behielt sich „das volle Recht auf eine Antwort“ vor, exakt die Formulierung, die die Emirate im Krieg verwendeten, bevor sie sich den Angriffen auf den Iran anschlossen. Über Dubai waren am Dienstagmorgen Kampfjets zu hören.

Dritte Nacht in Folge: Fünf Stunden Dauerbeschuss

Die USA flogen ihre dritte Angriffsnacht in Folge. Das Zentralkommando meldete den Abschluss einer fünfstündigen Operation gegen Ziele in Bushehr, Chabahar, Dschask, Konarak, Bandar Abbas und auf der Insel Abu Musa. Getroffen wurden Küstenverteidigung, Raketen- und Drohnenstellungen sowie maritime Kapazitäten. Mehr als 50.000 US-Soldaten sind in der Region stationiert. Der Iran antwortete mit ballistischen Raketen auf eine US-Basis in Jordanien, Amman fing vier Geschosse ab. In Bahrain heulten zum dritten Mal die Sirenen; die Revolutionsgarden reklamierten Einschläge in ein Patriot-Radar und ein Luftraumkontroll-Radar der Fünften Flotte. Unabhängig bestätigt ist davon nichts.

Trump: Blockade, Wegzoll und ein „schöner fetter Schuss“

Präsident Trump verschärfte Ton und Maßnahmen gleich mehrfach. Ab Dienstagabend gilt wieder die Seeblockade aller iranischen Häfen. Die USA erklärten sich auf Truth Social zum „Wächter der Straße von Hormus“ und wollen 20 Prozent Wegzoll auf durchfahrende Fracht erheben; die Golfstaaten sollen für den amerikanischen Schutz zahlen. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation hielt dagegen: Die Durchfahrt müsse nach internationalem Recht gebührenfrei bleiben.

Dazu drohte Trump erstmals offen der Nuklearanlage im „Pickaxe Mountain“ nahe Natanz, jenem tief in den Berg getriebenen Tunnelkomplex, an dem Satellitenbilder zuletzt rege Bauaktivität zeigten. Der Berg sei „ein mögliches Ziel für einen schönen fetten Schuss direkt vor die Haustür“, sagte er. „Sagt den Iranern, sie sollen bereit sein.“ Experten bezweifeln allerdings, dass selbst die stärksten bunkerbrechenden Bomben die Tiefe der Anlage erreichen.

Zum Stand der Diplomatie erzählte Trump eine bemerkenswerte Episode: Ein Abkommen sei zu „100 Prozent fertig“ gewesen, dann habe die iranische Delegation einen Anruf erhalten, „und alle sind aus dem Raum gerannt“. Dem Kongress notifizierte er offiziell, der Militäreinsatz habe am 7. Juli begonnen.

Die Folgen tragen vorerst die Märkte: Der Brent-Ölpreis sprang um knapp fünf Prozent. UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor „katastrophalen Konsequenzen“ einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die Warnung klingt realer als je zuvor seit der Waffenruhe.

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