USA zögern bei Iran-Schlag, Proteste fordern Hunderte Tote, IDF muss die Lage neue bewerten
Die israelischen Streitkräfte haben am Wochenende mehrere Lagebeurteilungen zur Entwicklung im Iran durchgeführt. Unter Leitung von Eyal Zamir betonte die Israel Defense Forces, die Proteste seien eine innere Angelegenheit Irans, Israel sei jedoch defensiv voll vorbereitet und erhöhe kontinuierlich seine Einsatzbereitschaft. Man wisse im Ernstfall entschlossen zu reagieren, hieß es aus Militärkreisen.
Beim wöchentlichen Kabinettstreffen erklärte Benjamin Netanyahu, Israel verfolge die Ereignisse im Iran aufmerksam. Die Welt sehe den Mut der iranischen Bevölkerung, Israel stehe an ihrer Seite und verurteile das brutale Vorgehen des Regimes. Er äußerte die Hoffnung, dass Iran eines Tages frei sein werde und beide Länder wieder partnerschaftlich zusammenarbeiten könnten.
Nach Angaben der US-basierten Menschenrechtsorganisation HRANA sind seit Beginn der Proteste vor rund zwei Wochen mindestens 203 Menschen getötet worden, die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen.
Die The New York Times berichtet, dass Donald Trump über mögliche Angriffsoptionen gegen Iran informiert wurde, Washington jedoch mehr Zeit gewinnen wolle. In den USA wird gewarnt, ein Schlag könnte das Regime stabilisieren oder regionale Vergeltung auslösen. Entsprechend bereiten sich amerikanische und israelische Stellen weiter auf unterschiedliche Szenarien vor.
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