Blog

11 Jun 2026

Zweite Nacht der Schläge: USA greifen Iran an, Teheran droht mit Angriffen in Hormus

Die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran hat sich in der Nacht weiter verschärft. Zum zweiten Mal in Folge kam es zu direkten Angriffen zwischen dem amerikanischen Militär und den iranischen Revolutionsgarden. Das US-Zentralkommando erklärte gegen 04:00 Uhr, eine neue Angriffswelle gegen militärische Ziele im Iran sei abgeschlossen.

Nach amerikanischen Angaben richteten sich die Angriffe vor allem gegen Luftabwehrsysteme, Radaranlagen sowie Kommando- und Kontrolleinheiten für Drohnen. Trump sagte gegenüber Fox News, die USA hätten mindestens 49 Tomahawk-Raketen gegen Ziele im Iran eingesetzt, vor allem im Süden des Landes. Die Angriffe seien bis auf etwa 60 Kilometer an Teheran herangerückt. Israel sei nicht beteiligt gewesen.

Dem Angriff war eine Krisensitzung im Situation Room des Weißen Hauses vorausgegangen. Trump beriet dort mit Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, CIA-Chef John Ratcliffe, Generalstabschef Dan Caine, Sondergesandtem Steve Witkoff und weiteren hochrangigen Vertretern. Nach US-Berichten wächst Trumps Frustration darüber, dass der Iran seit Wochen keine klare Antwort auf das amerikanische Angebot gibt.

Während der Angriffe verschärfte Trump den Ton. Er drohte, die USA würden den Iran erneut schwer treffen, sollte Teheran dem Deal nicht zustimmen. Zugleich ließ Washington laut Wall Street Journal über Katar ausrichten, die Angriffe seien eine Reaktion auf den Abschuss des amerikanischen Apache-Hubschraubers und kein Beginn eines umfassenden Krieges.

Der Iran reagierte mit massiven Drohungen. Die iranische Militärführung erklärte, die Straße von Hormus sei wegen der Unsicherheit in der Region für alle Arten von Schiffen geschlossen, darunter Öltanker und Handelsschiffe. Jedes Schiff, das dennoch versuche, die Meerenge zu passieren, werde angegriffen. Die USA erklärten dagegen, der Schiffsverkehr durch Hormus bleibe für Handelsschiffe offen.

Nach der amerikanischen Angriffswelle meldeten die Revolutionsgarden Angriffe auf amerikanische Ziele in Kuwait und Bahrain. Sie behaupteten, 18 wichtige Ziele auf den Stützpunkten Ali al-Salem und Ahmad al-Jaber in Kuwait sowie auf der Luftwaffenbasis Scheich Isa in Bahrain getroffen zu haben. In mehreren Golfstaaten wurden Luftalarme und Abwehrmaßnahmen gemeldet.

Parallel sind die diplomatischen Bemühungen offenbar festgefahren. Eine katarische Delegation, die in Teheran vermitteln sollte, kehrte laut New York Times ohne Fortschritt zurück. Trump wartet demnach seit rund zwei Wochen auf eine iranische Antwort auf ein Angebot, das auch amerikanische Zugeständnisse enthält.

Die USA erhöhen den militärischen Druck, der Iran droht mit der Straße von Hormus als Hebel, und die Verhandlungen stehen offenbar kurz vor dem Scheitern.

Wir berichten hier nicht aus der Distanz, sondern mitten aus dem Alltag in Israel.
Wenn du das schätzt, kannst du unsere Arbeit direkt unterstützen.
Einfach und sicher per via PayPal

Related Posts