Warum Iran weiter eine Bedrohung bleibt – und was bei einer neuen Eskalation droht
Trotz massiver Luftangriffe durch Israel und die USA bleibt der Iran militärisch eine ernsthafte Bedrohung. Nach Einschätzung der israelischen Streitkräfte verfügt Teheran weiterhin über rund 1.000 ballistische Raketen sowie Hunderte Abschussrampen. Ein erheblicher Teil davon ist in unterirdischen Anlagen verborgen und wurde nicht zerstört, sondern lediglich zeitweise außer Betrieb gesetzt.
Das zentrale Problem liegt in der Struktur des Programms. Viele Anlagen befinden sich tief im Bergmassiv und sind nur schwer angreifbar. Luftschläge treffen häufig die Zugänge, können die Systeme jedoch meist nicht dauerhaft ausschalten. Beobachtungen zeigen, dass beschädigte Anlagen teilweise innerhalb kurzer Zeit wieder funktionsfähig gemacht werden.
Für Israel bedeutet das: Die Fähigkeit Irans, Raketen abzufeuern, ist trotz der Angriffe erhalten geblieben. In einem erneuten Konflikt ist damit zu rechnen, dass Teheran verstärkt auf mobile Abschusssysteme setzt, die schwer zu orten und flexibel einsetzbar sind.
Hinzu kommt die Gefahr einer schnellen Erholung. Experten gehen davon aus, dass Iran seine Produktionskapazitäten schrittweise wieder aufbauen kann. Ohne anhaltenden Druck könnte das Arsenal erneut wachsen.
Die zentrale Sorge in Israel bleibt daher bestehen: Ein nächster Schlagabtausch könnte erneut intensive Raketenangriffe auslösen – mit direkten Folgen für die Zivilbevölkerung und die Stabilität der gesamten Region.
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