Spannungen in der Straße von Hormus nehmen zu – widersprüchliche Berichte aus Iran und USA
Die Lage rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus hat sich im Laufe des Tages deutlich zugespitzt. Mehrere Zwischenfälle und widersprüchliche Darstellungen aus Teheran und Washington zeichnen ein unübersichtliches Bild.
Iranische Medien, darunter die Nachrichtenagentur Fars, berichteten, dass zwei Raketen auf ein US-Kriegsschiff abgefeuert worden seien. Teilweise war sogar von einem Treffer die Rede. Die Vereinigten Staaten wiesen diese Darstellung jedoch umgehend zurück. Es habe keinen Schaden gegeben, die Berichte seien „haltlos“, hieß es aus militärischen Kreisen. Gleichzeitig bestätigte das US-Militär, dass eigene Kriegsschiffe nach der Passage der Meerenge inzwischen im Persischen Golf operieren.
Auch aus Iran selbst kamen unterschiedliche Signale. Während das Militär von Warnschüssen und Drohneneinsätzen gegen US-Zerstörer sprach, bestritten die Revolutionsgarden Berichte, wonach die Blockade bereits aufgeweicht werde. Demnach habe es in den vergangenen Stunden keinen regulären Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gegeben.
Parallel sorgte eine Raketenwarnung in den Vereinigten Arabischen Emiraten für zusätzliche Unruhe. Erstmals seit Wochen wurden die Einwohner per Notfallsystem gewarnt, kurz darauf jedoch Entwarnung gegeben.
Die Märkte reagierten unmittelbar: Die Ölpreise zogen zeitweise um rund vier Prozent an. Die Entwicklung zeigt, wie fragil die Lage bleibt – und wie schnell einzelne Meldungen die gesamte Region beeinflussen können.
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