Netanyahu ordnet härtere Angriffe gegen die Hisbollah an, Sorge vor neuer Zuspitzung im Norden wächst
Nach einer neuen Serie von Drohnenangriffen aus dem Libanon hat Premierminister Benjamin Netanyahu die israelische Armee angewiesen, die Angriffe gegen die Hezbollah deutlich auszuweiten.
Die Luftwaffe griff daraufhin erneut Ziele im Bekaa-Tal an, das als eines der wichtigsten Operations- und Nachschubgebiete der Hisbollah gilt.
Vor allem die zunehmenden Drohnenattacken bereiten Israels Sicherheitsapparat große Sorgen. Anders als größere Raketen fliegen viele der Drohnen tief und sind schwerer frühzeitig zu erkennen oder abzufangen. Mehrere Bürgermeister im Norden Israels riefen die Bevölkerung deshalb dazu auf, wachsam zu bleiben und sich auf mögliche weitere Angriffe vorzubereiten.
Nach israelischen Medienberichten wächst auch in Washington die Bereitschaft, Israel bei einem schärferen Vorgehen gegen die Hisbollah nicht länger auszubremsen. Zwar betonen die USA weiterhin ihre Unterstützung für diplomatische Lösungen, doch hinter den Kulissen scheint die Geduld mit der Situation an der Nordgrenze deutlich abzunehmen.
In Jerusalemer Sicherheitskreisen wird die aktuelle Lage inzwischen offen als unhaltbar beschrieben. Die Hisbollah setze ihre Angriffe fort, während Israels Handlungsspielraum politisch und diplomatisch eingeschränkt bleibe. Genau darüber soll das israelische Sicherheitskabinett in den vergangenen Tagen bis tief in die Nacht beraten haben.
Vor allem im Norden des Landes wächst die Sorge, dass sich die Lage weiter zuspitzen könnte. Eine nachhaltige politische Lösung für die Grenze zum Libanon ist derzeit nicht in Sicht.
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