Iran feuert Raketen auf Zentral- und Südisrael: Einschlag in Judäa und Samaria gemeldet
Der Iran hat am Dienstagmorgen erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Diesmal wurden erstmals seit der jüngsten Zuspitzung gleichzeitig Ziele im Zentrum und im Süden ins Visier genommen. In weiten Teilen Israels heulten die Sirenen, unter anderem im Großraum Tel Aviv, im Süden und im Raum Jerusalem.
Ein Geschoss schlug in Judäa und Samaria ein. Der Rettungsdienst meldete zunächst keine Verletzten. Dennoch zeigt der Angriff, dass Teheran seine Reichweite und Zielauswahl ausweitet. Israel hatte damit gerechnet, dass der Iran auf die nächtlichen Angriffe der Luftwaffe reagieren würde.
In der Nacht hatte Israel nach Beratungen von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit hohen Militär- und Sicherheitsvertretern erneut Ziele im Iran angegriffen. Iranische Medien berichteten, dabei sei auch der petrochemische Komplex Karoon in Mahshahr in der südwestlichen Provinz Khuzestan getroffen worden. Der Gouverneur der Provinz bestätigte laut iranischer Nachrichtenagentur Fars Schäden an Teilen der Anlage.
Damit verschiebt sich die Auseinandersetzung weiter. Israel hatte zuvor vor allem militärische Infrastruktur wie Abschussanlagen, Luftabwehrsysteme und Radaranlagen angegriffen. Der gemeldete Treffer an einer petrochemischen Anlage könnte eine neue Dimension markieren, auch wenn Israel die genauen Ziele zunächst nicht umfassend bestätigte.
Israelische Regierungsvertreter machten deutlich, dass man auf weitere iranische Angriffe hart reagieren werde. Auch der Libanon bleibt Teil der Gleichung: Sollte die Hisbollah von dort Raketen auf Israel feuern, droht Israel erneut mit Angriffen auf die Dahija in Beirut.
Der Iran testet Israels Reaktion, Israel versucht, Abschreckung wiederherzustellen, und im Hintergrund laufen weiter die amerikanischen Bemühungen, eine größere Kriegsrunde zu verhindern.
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