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03 May 2026

Gericht verlängert Haft von Gaza-Flotilla-Aktivisten

Ein israelisches Gericht hat die Haft von zwei ausländischen Aktivisten verlängert, die Teil einer Gaza-Flottille waren. Die beiden Männer aus Spanien und Brasilien wurden nach der Abfangaktion durch die israelische Marine vor der Küste Griechenlands nach Israel gebracht und dort verhört.

Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe. Neben dem Verdacht der Unterstützung des Feindes im Krieg geht es auch um mutmaßliche Verbindungen zur Hamas. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums sollen beide Kontakte zu einer Organisation haben, die von den USA sanktioniert ist und im Verdacht steht, im Hintergrund für Hamas zu agieren. Das Gericht sieht auf Basis der bisherigen Ermittlungen und vertraulicher Informationen einen begründeten Tatverdacht.

Die Aktivisten weisen die Anschuldigungen zurück. Ihre Anwälte sprechen von politisch motivierten Vorwürfen und kritisieren das Vorgehen der Behörden. Gleichzeitig erheben sie schwere Vorwürfe wegen Misshandlungen während der Festnahme und in Gewahrsam.

Die Flottille wollte nach eigenen Angaben Hilfsgüter nach Gaza bringen. Israel bewertet solche Aktionen jedoch als gezielten Versuch, die Blockade zu durchbrechen und indirekt die Hamas zu unterstützen.

Die Ermittlungen dauern an. Eine weitere Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.

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