Entwarnung bei der Wasserversorgung: Was von der Entsalzungskrise noch übrig ist

Nachdem die Trübung des Meerwassers in der vergangenen Woche, wie berichtet, den Großteil der israelischen Entsalzungsanlagen lahmgelegt hatte, meldeten das Energieministerium und die Wasserbehörde am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung: Der Wassersektor sei nach einer Lagebeurteilung wieder „vollständig stabil“. Die Wasserversorgung für Haushalte und Landwirtschaft laufe wie gewohnt und ohne Einschränkungen, dank eines dynamischen Betriebs der Entsalzungsanlagen in Kombination mit erhöhter Wasserförderung aus dem See Genezareth und Hunderten Brunnen im ganzen Land, hieß es in der Mitteilung.

Die Stabilisierung sei über einen Zeitraum von 24 Stunden zwischen Donnerstag und Freitag verzeichnet worden. Über das Wochenende sollen nun, während der Wasserverbrauch sinkt, die nationalen Speicherseen wieder aufgefüllt werden, um für die kommende Woche „maximale Reservekapazität“ sicherzustellen.

Trinkwasser sicher, Angeln bleibt vorerst untersagt

Ministerium und Wasserbehörde betonten zudem, das israelische Trinkwasser sei nach den vom Gesundheits- und vom Umweltministerium genehmigten Meerwasserbehandlungen „vollkommen sicher“. Die dabei eingesetzten Stoffe stellten auch für Schwimmer keine Gefahr dar. Ein Angelverbot in den behandelten Meeresabschnitten bleibt allerdings vorerst in Kraft, während die Untersuchungen fortgesetzt werden, wobei der Verzehr von Fisch aus diesen Gebieten selbst als unbedenklich gilt.

Nicht alle Anlagen sind bereits wieder voll einsatzbereit: Die Werke in Ashkelon und Ashdod waren am Freitag weiterhin außer Betrieb, Palmachim und Sorek B liefen nur teilweise, Sorek A soll seine Leistung demnächst je nach Meeresbedingungen steigern, während Hadera bereits normal arbeitet. In der vergangenen Woche waren zunächst fünf der sechs großen Anlagen vollständig ausgefallen, was, wie berichtet, örtliche Wassereinschränkungen zur Folge hatte. Am Montag hatten die Auswirkungen sogar die Landesmitte erreicht: Die Stadtverwaltung von Giv’atajim warnte ihre Bewohner vor möglichen Störungen „infolge von Problemen bei der Wasserversorgung im nationalen Netz“ und bat darum, so sparsam wie möglich mit Wasser umzugehen und es bis zur Normalisierung nur für den notwendigsten Bedarf zu verwenden.

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