Drohnenkrieg im Norden verschärft sich – Reservist getötet, Hamas beobachtet Taktik der Hisbollah
Am Morgen wurde bekannt, dass der Reservist Alexander Globniyov bei einem Hisbollah-Drohnenangriff nahe der libanesischen Grenze getötet wurde. Der 47-Jährige aus Petach Tikva diente als Fahrer in einem Transportbataillon der IDF und wurde von einer explodierenden Sprengstoffdrohne getroffen.
Der Angriff reiht sich in eine wachsende Serie von Drohnenattacken ein. Erst vor wenigen Tagen wurden drei weitere Reservisten im Raum Schlomi schwer und mittelschwer verletzt. Die Hisbollah setzt dabei zunehmend auf kleine FPV-Drohnen mit Glasfasersteuerung – Geräte, die schwer zu entdecken und kaum elektronisch zu stören sind.
Besonders alarmierend ist die Einschätzung israelischer Sicherheitskreise, dass auch die Hamas die Entwicklungen genau verfolgt. Militärische Quellen gehen davon aus, dass die Organisation versucht, ähnliche Fähigkeiten im Gazastreifen aufzubauen. Die IDF warnen offen davor, dass Hamas die Taktiken aus dem Libanon studiert und künftig ebenfalls verstärkt auf explosive FPV-Drohnen setzen könnte.
Währenddessen berichten immer mehr Reservisten aus dem Südlibanon von Improvisation an der Front. Teilweise würden einfache Fischernetze über Fahrzeuge und Stellungen gespannt, um die Wirkung explodierender Drohnen abzuschwächen. Mehrere Soldaten schildern offen ihre Frustration: Schutzmaterial werde teilweise über private Spenden organisiert, weil die offizielle Versorgung nicht Schritt halte.
Die IDF betonen, dass intensiv an neuen Lösungen gearbeitet werde. Neben speziellen Radarsystemen testet das Militär verschiedene Abwehrmethoden, darunter Schrotflinten, Spezialmunition und automatisierte Erkennungssysteme. Was sich dabei immer deutlicher abzeichnet: Kleine, günstige Drohnen haben sich zu einer der gefährlichsten Waffen an der modernen Front entwickelt – und ihre Verbreitung ist kaum zu stoppen.
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