Der Iran beharrt auf roten Linien – Streit um Uran, Sanktionen und Hormus spitzt sich weiter zu
Trotz neuer diplomatischer Signale aus Washington zeigt sich Teheran unnachgiebig. Der Vorsitzende des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Azizi, erklärte am Mittwoch, der Iran werde in den Verhandlungen mit den USA „keinen Millimeter“ von seinen roten Linien abrücken.
Zu diesen roten Linien gehören laut Azizi das Recht auf Urananreicherung, der Besitz bereits angereicherten Urans, die Kontrolle über die Straße von Hormus sowie die vollständige Aufhebung aller Sanktionen. Genau diese Punkte sind gleichzeitig die zentralen Forderungen Washingtons gegenüber Teheran.
Azizi griff Trump scharf an. Trump schwanke zwischen Drohungen und Bitten um ein Abkommen, um sich aus einer „strategischen Sackgasse“ zu retten.
Die Aussagen kommen in einer Phase widersprüchlicher Signale. Während Außenminister Marco Rubio eine diplomatische Lösung bevorzugt, verschärfte Trump am Mittwoch den Ton deutlich. Bei einer Kabinettssitzung warnte er Oman davor, sich in Fragen rund um die Straße von Hormus einzumischen. Die Wasserstraße dürfe von keinem Staat kontrolliert werden.
Bei den entscheidenden Fragen ist kaum Bewegung sichtbar. Die Forderung des Irans, angereichertes Uran im Land behalten zu dürfen, gilt in Washington und Jerusalem als hochproblematisch. Die Diskussion über die Kontrolle der Straße von Hormus bleibt explosiv: Durch die Meerenge läuft ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels.
In Israel verfolgt man die Gespräche mit großer Skepsis. Die Sorge: Ein mögliches Zwischenabkommen könnte dem Iran wirtschaftliche Erleichterungen bringen, ohne die militärischen Kernprobleme dauerhaft zu lösen.
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