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13 Aug 2026

Regen im August: Israel erwartet ein Wochenende, das es so kaum gibt

Es klingt nach einem Druckfehler im Kalender. Mitten im Hochsommer sagt der israelische Wetterdienst für dieses Wochenende kräftigen Regen voraus, in einigen Gebieten sind lokale Überschwemmungen möglich. Meteorologen bringen das mit einem Wetterphänomen in Verbindung, das gerade weltweit die gewohnten Muster durcheinanderbringt: dem sogenannten Super-El-Niño.

Wie selten das wirklich ist

Die Antwort hängt vom Ort ab. Nieselregen im August ist an der Küstenebene kein Ausnahmefall, er tritt dort im Schnitt jedes zweite Jahr auf. Anders sieht es bei nennenswerten Mengen aus. Fünf bis zehn Millimeter fallen im Landesinneren statistisch nur alle fünf bis zehn Jahre. Zuletzt geschah das im August 2022 im Hulatal und auf dem Golan, wo die Station Yonatan im zentralen Golan 10,4 Millimeter maß.

Weiter südlich, etwa in Jerusalem oder am Toten Meer, gelten zweistellige Regenmengen im August als äußerst selten bis beispiellos.

Was am Wochenende erwartet wird

Verhältnismäßig kühle und feuchte Luft in den mittleren Schichten der Atmosphäre erreicht Israel aus Richtung Griechenland. Der Regen trifft vor allem den Osten des Landes, schwerpunktmäßig am Samstagnachmittag, vom Golan über das Jordantal, das Tote Meer und die Judäische Wüste bis zur nördlichen Arava. Die hochauflösenden Modelle des Wetterdienstes rechnen mit kräftigen Niederschlägen und örtlichen Überflutungen in den Bachläufen des Jordantals, der Judäischen Wüste und im Süden des Toten Meeres.

Im Einzelnen: Am Donnerstag sinken die Temperaturen leicht, vor allem in den Bergen und im Landesinneren, wo es heißer bleibt als üblich. An der Küste bleibt es schwül, landesweit gilt schwere bis extreme Hitzebelastung. Gegen Morgen ist an der Küste Nieselregen möglich.

Am Freitag pendeln sich die Werte auf jahreszeitliche Mittel ein. Im Norden und an der Küstenebene ist morgens leichter Regen möglich, ab dem Nachmittag vor allem im Norden und in den zentralen Bergen. Die Hitzebelastung lässt spürbar nach.

Am Samstag wechselnd bewölkt bis heiter, ab dem Nachmittag örtlich Regen und vereinzelte Gewitter, vorwiegend im Norden und Osten. Der Sonntag bringt ein ähnliches Bild, mit Regen ab dem Nachmittag und vereinzelten Gewittern besonders im Osten. Der Wetterdienst kündigte an, in den kommenden Tagen detaillierte Warnungen herauszugeben.

Für Galiläa liegt die Regenwahrscheinlichkeit nach aktuellen Modellen am Freitag und Samstag bei jeweils rund 40 Prozent, bei Höchstwerten um 32 bis 33 Grad. Ab Montag klingt die Sache ab.

Der größere Zusammenhang

Das Wetterereignis begann im Pazifik und soll seinen Höhepunkt im Dezember erreichen. Bis dahin verschiebt es Wettersysteme auf nahezu allen Kontinenten. In Westeuropa zeigt sich das in extremen Hitzewellen. In anderen Fällen schiebt es kältere Luft nach Süden, in Richtung Türkei, Griechenland und bis in diese Region hinein. Genau das steht Israel an diesem Wochenende bevor.

Nach den 46 Grad, die das Jordantal Anfang des Monats erreichte, dürfte die Unterbrechung den meisten willkommen sein.

Die Höchstwerte am Donnerstag: Jerusalem 32 Grad, Tel Aviv 32, Haifa 31, Safed 32, Katzrin 36, Tiberias 37, Nazareth 35, Afula 36, Beit Sche’an 40, Beer Scheva 36, En Gedi 40, Mitzpe Ramon 35, Eilat 42 Grad.

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