Trotz möglichem Iran-Deal — Drohnenalarm im Norden, Angriffe am Persischen Golf
In der Nacht meldete das US-Zentralkommando, mehrere iranische Angriffsdrohnen über der Straße von Hormus abgefangen zu haben. Die Drohnen seien auf Handelsschiffe gerichtet gewesen, die die Meerenge passierten. Parallel verhandeln Washington, Teheran und mehrere Vermittlerstaaten über eine mögliche Absichtserklärung.
CENTCOM erklärte, der Handelskorridor bleibe offen, der Verkehr durch Hormus laufe ohne Einschränkungen. Iranische Staatsmedien sprachen dagegen von „Warnschüssen“ an der Meerenge. Aus der Gegend um den Hafen Sirik im Süden des Iran und von der Insel Qeschm wurden Explosionen gemeldet.
Am Morgen gab es in Metula und Misgav Am Drohnenalarm. Die IDF teilte mit, ein verdächtiges Flugobjekt sei nach dem Eindringen in israelisches Gebiet abgefangen worden. Libanesische Quellen berichteten von israelischen Angriffen auf mehrere Dörfer im Südlibanon; für rund 20 Orte galt eine Evakuierungswarnung.
Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bezifferte die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf 80 bis 85 Prozent. Zugleich erhöhen der Iran und seine Verbündeten den militärischen Druck.
Zentrale Punkte des möglichen Abkommens bleiben umstritten. Nach amerikanischer Darstellung soll das angereicherte Uran zerstört oder außer Landes gebracht, das iranische Atomprogramm abgebaut und ein Kontrollregime eingerichtet werden. Zudem soll der Iran die Straße von Hormus öffnen und die Unterstützung für Terrorgruppen einstellen.
Teheran stellt es anders dar. Iranische Medien veröffentlichten eine Liste angeblicher Vertragsbedingungen: ein vollständiger Waffenstillstand an allen Fronten, die Aufhebung der Seeblockade, die Freigabe eingefrorener Gelder sowie der Ausschluss des Raketenprogramms und der Unterstützung sogenannter Widerstandsgruppen aus den Verhandlungen.
In Israel sorgen diese Berichte für erhebliche Unruhe. Ein israelischer Vertreter sprach von einem sehr schlechten Abkommen und warf Trump vor, Israel im Stich gelassen zu haben. Als besonders heikel gilt, dass die Frage der ballistischen Raketen nicht klar geregelt ist.
Trump wies die iranischen Darstellungen scharf zurück und sprach von „Fake News“. Die Bedingungen, die der Iran öffentlich nenne, hätten nichts mit dem schriftlich Vereinbarten zu tun. Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif erklärte, ein endgültiger Text liege vor, der Frieden sei nah wie nie.
Auf dem Papier rückt ein Abkommen näher. In der Realität zeigen Drohnen über Hormus und Sirenen an Israels Nordgrenze, wie schnell der nächste Schlagabtausch beginnt.
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