„Die Ruhe vor dem Sturm“ – erneute Militärschläge? 50:50
In israelischen Sicherheitskreisen wird die Wahrscheinlichkeit einer neuen militärischen Eskalation mit Iran derzeit auf „50 zu 50″ geschätzt. Während die Gespräche zwischen Washington und Teheran festgefahren wirken, laufen hinter den Kulissen intensive Vorbereitungen für den Fall einer erneuten Zuspitzung.
Trump sorgte für Aufmerksamkeit, als er in seinem sozialen Netzwerk ein Bild mit den Worten veröffentlichte: „Das ist die Ruhe vor dem Sturm.“ In Jerusalem wurde die Botschaft aufmerksam registriert. Laut israelischen Medien befinden sich IDF und Mossad in erhöhter Alarmbereitschaft.
Der Frust in Washington über Teherans Haltung wächst. Iran weigert sich, auf zentrale amerikanische Forderungen einzugehen, insbesondere beim Atomprogramm und der Öffnung der Straße von Hormus. Israelische Sicherheitskreise gehen dennoch davon aus, dass Trump keinen umfassenden Großkrieg anstrebt. Wahrscheinlicher seien begrenzte Schläge gegen Infrastrukturziele wie Energieanlagen, Brücken oder militärische Einrichtungen.
Eine Wiederaufnahme der amerikanischen „Project Freedom“-Mission in der Straße von Hormus gilt weiter als möglich. Diskutiert werden zudem Spezialoperationen, etwa zur Sicherung angereicherten Urans oder zur Kontrolle strategischer Ölinfrastruktur.
In Israel wächst die Sorge, dass Iran die Krise bewusst hinauszögert. Eine Rolle spielt dabei auch die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni, die Trump nicht von einem größeren Krieg überschattet sehen will.
Offiziell hält man sich mit klaren Prognosen zurück. Die Vorbereitungen laufen in Israel und den USA gleichwohl weiter.
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