Zwischen Drohung und Zurückhaltung: Warum Washington den Schlag gegen Iran hinauszögert
Die militärische Option gegen Iran liegt in Washington weiter auf dem Tisch, doch der Zeitpunkt bleibt offen. Donald Trump hat zuletzt deutlich gemacht, dass er zwar eine harte und schnelle Aktion nicht ausschließt, zugleich aber eine Eskalation verhindern will, die sich über Wochen oder Monate hinziehen könnte. Genau diese Sorge prägt derzeit die Debatte in den US-Sicherheitskreisen.
Nach Berichten aus den USA ist die amerikanische Militärpräsenz in der Region begrenzt. Zwar soll die Verlegung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln vorbereitet werden, doch bislang operieren vor allem einzelne Zerstörer und eine Raketen-U-Boot-Einheit im Raum. Das reicht für gezielte Schläge, aber kaum für eine umfassende Abschreckung gegen eine iranische Gegenreaktion.
In Washington wächst deshalb die Befürchtung, US-Stützpunkte und Verbündete könnten im Fall eines Angriffs nur unzureichend geschützt sein. Zugleich senden Teherans Führung und Justiz auffällige Signale der Deeskalation, etwa durch die Ankündigung, Demonstranten nicht hinzurichten. In Israel wiederum wird der zeitliche Aufschub nicht als Entwarnung gelesen, sondern als mögliches taktisches Manöver. Die Streitkräfte bleiben in erhöhter Bereitschaft. Die Lage wirkt eingefroren, aber hochgradig instabil
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