Zeigt Druckkulisse Wirkung? Hisbollah will sich bei „begrenzten“ Angriffen heraushalten
Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran sendet die Hisbollah ein auffälliges Signal. Ein Vertreter der libanesischen Miliz erklärte gegenüber AFP, man werde sich nicht militärisch einmischen, sollte ein möglicher US-Schlag gegen Iran „begrenzt“ bleiben. Eine klare rote Linie gebe es jedoch: Eine gezielte Tötung von Irans oberstem Führer Ali Khamenei würde eine Reaktion erzwingen.
Im Libanon wächst die Sorge, in einen regionalen Krieg hineingezogen zu werden. Israel habe, so heißt es in Beirut, bereits gewarnt, im Falle einer Eskalation auch zivile Infrastruktur wie den internationalen Flughafen der Hauptstadt ins Visier zu nehmen.
Parallel verdichten sich Hinweise, dass Teheran wirtschaftliche Vorkehrungen trifft. Laut Bloomberg hat Iran zwischen dem 15. und 20. Februar rund 20 Millionen Barrel Rohöl vom Terminal auf der Insel Kharg verladen – fast dreimal so viel wie im Vergleichszeitraum zuvor. Satellitenbilder zeigen eine deutliche Zunahme an Tankern vor der Küste. Beobachter werten dies als Versuch, vor möglichen Luftangriffen möglichst viel Öl außer Landes zu bringen.
Während die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten massiv ausbauen, scheint die Hisbollah vorerst Zurückhaltung zu signalisieren. Ob dies ein echtes Einlenken ist – oder taktisches Abwarten –, bleibt offen.
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