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22 Jan 2026

Warum Israel im Iran-USA-Konflikt zuerst handeln könnte

Die wachsenden Spannungen zwischen Israel, Iran und den USA werfen eine unbequeme Frage auf: Könnte Israel militärisch vorangehen, noch bevor Washington eine Entscheidung trifft? Ein Blogbeitrag auf Times of Israel hat diese Debatte jüngst zugespitzt und liefert dafür eine wichtige Grundlage.

Der zentrale Punkt: Für Israel ist Irans Atomprogramm keine abstrakte Bedrohung, sondern eine existenzielle. Während die USA strategisch abwägen, global denken und innenpolitische Kosten kalkulieren, arbeitet die Zeit aus israelischer Sicht gegen Jerusalem. Jede Verzögerung erhöht Irans Fähigkeiten und senkt die Erfolgschancen eines späteren Eingreifens.

Hinzu kommt ein strukturelles Misstrauen. Israel weiß, dass Washington zwar ein entscheidender Partner ist, aber am Ende nach amerikanischen Interessen entscheidet. Ein begrenzter israelischer Erstschlag könnte daher nicht nur militärisch motiviert sein, sondern auch politisch: als Versuch, die Dynamik zu bestimmen und Abschreckung glaubwürdig zu halten.

Der zitierte Blogautor argumentiert, dass Nicht-Handeln längst kein neutraler Zustand mehr ist. Diese Einschätzung teilen auch andere Sicherheitsanalysten. Ob Israel tatsächlich zuerst handelt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Das strategische Fenster schließt sich.

Hier geht es zum Artikel, der im Beitrag genannt wird: https://blogs.timesofisrael.com/why-israel-may-move-first-in-the-iran-u-s-crisis/

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