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26 Jan 2026

Ran Gvili identifiziert: Erstmals seit über einem Jahrzehnt keine israelischen Geiseln mehr in Gaza

Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben am Montagnachmittag bestätigt, dass die sterblichen Überreste von Ran Gvili identifiziert und nach Israel zurückgebracht wurden. Mit dieser Bestätigung gilt erstmals seit 2014: In Gaza werden keine israelischen Geiseln mehr festgehalten.

Gvili war am 7. Oktober beim Angriff der Hamas gefallen, als er Kibbutz Alumim verteidigte, und anschließend nach Gaza verschleppt worden. Seine Identifizierung erfolgte nach einer gezielten Militäroperation, bei der rund 250 Leichen aus einem palästinensischen Massengrab untersucht wurden. Insgesamt befand sich Gvili 843 Tage in der Gewalt der Terrororganisation.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem „zutiefst bewegenden Moment“ und bezeichnete Gvili als einen Kämpfer, der „als Erster ging und als Letzter zurückkehrte“. Mit der Rückkehr der letzten Geisel wolle Israel nun die nächste Phase der Waffenruhe vorantreiben, einschließlich der Forderung nach Entmilitarisierung des Gazastreifens und Entwaffnung der Hamas.

Die IDF erklärten, der Einsatz habe auf präzisen Geheimdienstinformationen basiert und sei nahe der sogenannten Gelben Linie durchgeführt worden. Generalstabschef Eyal Zamir sagte der Familie, man habe das Versprechen eingelöst, niemanden zurückzulassen.

Mit der Heimkehr Ran Gvilis endet für Israel ein besonders schmerzhafter Abschnitt des Krieges – auch wenn die politischen und sicherheitspolitischen Fragen rund um Gaza weiterhin offen bleiben.

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