Libanon zwischen Teheran und Jerusalem: Eine strategische Verschiebung
Zwischen dem Libanon und dem Iran verschärfen sich die Spannungen. Teheran will die Hisbollah als dominierende militärische und politische Kraft erhalten, während Beirut versucht, den Einfluss der Miliz zu begrenzen und langfristig zu entwaffnen.
Seit der Waffenruhe im November 2024 wird in Teheran und innerhalb der Hisbollah intensiv diskutiert: Anpassung an eine veränderte regionale Realität oder Festhalten an bestehenden Machtstrukturen. Der Sturz von Baschar al-Assad hat die strategische Lage grundlegend verändert. Die einst tragende Achse Syrien–Iran ist geschwächt, Versorgungswege sind unterbrochen, Abschreckung hat gelitten.
Auch in Teheran selbst gibt es Risse. Präsident Massud Peseschkian setzt auf Pragmatismus gegenüber Washington, während Ajatollah Ali Chamenei jede strategische Konzession ablehnt. Innerhalb der Hisbollah ringt Generalsekretär Naim Qassem um Neuaufstellung.
Jerusalem beobachtet die Entwicklung genau. In den Spannungen sieht Israel eine seltene strategische Chance, den militärischen Einfluss der Hisbollah nachhaltig zu schwächen.
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