Khamenei zeigt sich unnachgiebig – Proteste in Iran halten an
Irans oberster Führer Ali Khamenei hat sich angesichts anhaltender landesweiter Proteste demonstrativ unbeugsam gezeigt. Der Staat werde „keinen Millimeter“ von seinen Prinzipien abrücken, erklärte Khamenei in einer Ansprache, während Demonstrationen in vielen Städten in die zweite Woche gingen. In mehreren Orten kam es erneut zu Brandstiftungen an staatlichen Gebäuden und Symbolen des Regimes.
Zeitgleich blieb Iran über viele Stunden weitgehend vom Internet und von Telefonverbindungen abgeschnitten. Die Behörden hatten die Kommunikation offenbar gezielt unterbrochen, um die Proteste einzudämmen. Auch internationale Flugverbindungen, unter anderem aus Istanbul und Dubai, wurden zeitweise gestrichen.
Khamenei warf ausländischen Mächten Einmischung vor und wies insbesondere Warnungen aus Washington zurück. Israelische Sicherheitskreise beobachten die Lage aufmerksam, halten sich aber demonstrativ zurück. Nach Einschätzung der Geheimdienste wächst die Protestbewegung zwar weiter, stellt jedoch bislang keine unmittelbare Existenzbedrohung für das Regime dar.
Gleichzeitig gilt die Situation als volatil. Teheran versucht offenbar, mit begrenzter Härte zu reagieren, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Wie lange diese Strategie trägt, bleibt offen.
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