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07 Jan 2026

Israel bereitet sich auf Handeln an mehreren Fronten vor

Nach seiner Rückkehr aus Washington hat Premierminister Benjamin Netanyahu ein kleines, besonders sensibles Treffen mit den Spitzen der Sicherheitsbehörden einberufen. Im Zentrum standen die Verständigungen mit US-Präsident Donald Trump, die Israels fortgesetzte Handlungsfreiheit in allen Arenen sichern sollen: Iran, Libanon, Gaza, Syrien, Jemen und das Westjordanland.

Nach Einschätzung des Sicherheitsestablishments wird derzeit für Szenarien geplant, in denen die Israel Defense Forces (IDF) parallel oder gestaffelt an mehreren Fronten aktiv werden müssten. Die Lage im Iran gilt dabei als entscheidender Faktor. Trotz wachsender Proteste gehen israelische Analysen weiterhin davon aus, dass diese allein keinen Regimesturz herbeiführen werden. Gleichwohl zwingt die Dynamik zu erhöhter Wachsamkeit und Vorbereitung auf extreme Entwicklungen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Vermeidung strategischer Überraschungen, der Aktualisierung von Zielbanken sowie der Frühwarnung vor möglichen massiven Raketenangriffen. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Fehlkalkulationen: Beide Seiten befürchten einen Erstschlag des Gegners.

Parallel dazu treibt die Luftwaffe Angriffs- und Verteidigungsplanungen voran. Besonders im Norden rückt Hisbollah in den Fokus. Zwar gilt die Organisation als stark geschwächt, doch die operative Frage in Jerusalem lautet zunehmend nicht mehr ob, sondern wann gehandelt wird.

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