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24 Feb 2026

Hamas unterläuft Nachkriegspläne für Gaza

Interne Dokumente deuten darauf hin, dass die Hamas aktiv daran arbeitet, ihre Macht im Gazastreifen auch unter einer neuen zivilen Verwaltung zu sichern. Während internationale Initiativen und von US-Präsident Donald Trump unterstützte Strukturen eine technokratische Übergangsverwaltung etablieren sollen, bereitet die Terrororganisation laut Berichten eine Schattenstruktur vor.

Demnach werden Kommandeure des militärischen Flügels gezielt in zivile Funktionen verschoben, die künftig Teil der geplanten Verwaltungsorgane sein sollen. Offiziell signalisiert die Hamas Kooperation und übergibt Akten sowie Verwaltungsstrukturen. Gleichzeitig ordnete die Führung offenbar an, Kopien aller Dokumente zu behalten, um weiterhin Einfluss auf Personal und Behörden ausüben zu können.

Auch in Ministerien und lokalen Verwaltungen sollen Hamas-nahe Akteure positioniert werden. Quellen zufolge wurden bereits Bezirksgouverneure mit engen Verbindungen zu den Kassam-Brigaden eingesetzt sowie Schlüsselposten in Sicherheits- und Wirtschaftsressorts neu besetzt. Israels Militär warnt, die Organisation versuche „von unten nach oben“ Kontrolle zu behalten.

Parallel bereitet sich Hamas offenbar auf eine weitere militärische Konfrontation vor. Interne Umstrukturierungen im militärischen Rat und verstärkte Überwachung vor Ort sprechen dafür, dass die Gruppe einen erneuten Krieg mit Israel als wahrscheinlich ansieht.

Damit wächst die Kluft zwischen internationalen Nachkriegsplänen und der Realität vor Ort. Ohne Entwaffnung der Hamas bleibt jede zivile Verwaltung politisch fragil – und die Aussicht auf Stabilität im Gazastreifen begrenzt.

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