Experten warnen: Israels Raketenabwehr könnte bei neuem Iran-Krieg an Grenzen stoßen
Während sich Hinweise mehren, dass der Iran nach dem Juni-Krieg seine Raketenproduktion wieder hochfährt, warnen Sicherheitsexperten vor einer wachsenden Schieflage zwischen Angriff und Verteidigung. Teheran arbeite daran, beschädigte Produktionsstätten zu reparieren und Bestände aufzufüllen, während Israel und die USA mit erschöpften Abfangraketenlagern und langen Nachbeschaffungszeiten kämpfen.
Israels Premier Benjamin Netanyahu sprach dieses Risiko am Montag auch bei Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump an. Westliche Geheimdienste gehen davon aus, dass der Iran erneut Schlüsselmaterial für die Raketenproduktion importiert hat. Schätzungen zufolge könnte Teheran mittelfristig mehrere Tausend ballistische Raketen pro Jahr herstellen, auch wenn Fachleute diese Zahlen teilweise für überzogen halten.
Unstrittig ist jedoch, dass die Abwehrseite unter Druck steht. Im letzten Konflikt spielte die amerikanische Unterstützung eine zentrale Rolle, insbesondere durch das System THAAD. Berichten zufolge setzten US-Streitkräfte einen erheblichen Teil ihres Bestands ein. Die Wiederauffüllung dauert Jahre, da Produktion und Tests extrem zeitaufwendig sind. Analysten des Jewish Institute for National Security Affairs sprechen von einer realen Lücke, sollte es erneut zu massierten Angriffen kommen.
Zwar verfügt Israel über eigene mehrschichtige Systeme wie Arrow und Iron Dome, doch auch diese stoßen bei anhaltenden Salven an physische Grenzen. Hinzu kommt die Bedrohung durch Irans regionale Verbündete wie Hezbollah und die Huthi-Milizen im Jemen, die parallel Druck ausüben könnten.
Die Lehre aus dem letzten Krieg ist nüchtern: Keine Raketenabwehr bietet vollständigen Schutz. Sollte Iran in einem nächsten Konflikt länger und koordinierter feuern, droht der Heimatfront eine deutlich größere Belastung als noch im Juni. Experten sind sich einig: Ein weiterer Krieg würde anders verlaufen – und vermutlich härter ausfallen.
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