Erneut Streubomben aus dem Iran – Treffer im Zentrum und im Norden Israels
Auch in der Nacht zum Samstag ist Israel erneut aus Iran mit Raketen beschossen worden. Sirenen heulten in mehreren Regionen des Landes, darunter auch im Norden. Im oberen Galiläa wurde ein Einschlag gemeldet. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht, doch Rettungskräfte untersuchten mehrere Schadensorte.
Bereits am Freitag waren in Zentralisrael mehrere Raketen eingeschlagen. Nach Angaben israelischer Medien trafen Fragmente oder Submunition unter anderem Gebäude in Shoham, Holon und Rishon Lezion. In Shoham geriet das Dach eines Hauses in Brand, in Rishon Lezion wurde eine leerstehende Schule beschädigt. Auch Fahrzeuge wurden getroffen. Feuerwehr und Rettungsdienste standen an mehreren Orten im Einsatz.
Militärangaben zufolge setzte der Iran bei einigen der Angriffe Raketen mit Streumunitions-Gefechtsköpfen ein. Diese verteilen zahlreiche kleinere Sprengkörper über ein großes Gebiet und können erhebliche Schäden verursachen. Sicherheitskräfte warnen deshalb auch vor möglichen Blindgängern.
Die israelische Armee erklärte zugleich, dass die Zahl der iranischen Raketenstarts in den vergangenen Tagen insgesamt zurückgegangen sei. Als Grund nennt das Militär die intensiven Luftangriffe auf iranische Abschussanlagen und militärische Infrastruktur. Nach israelischen Einschätzungen wurden seit Beginn des Krieges mehrere tausend iranische Soldaten sowie Kommandeure bei Angriffen getötet.
Trotz der rückläufigen Startzahlen rechnen Sicherheitskreise weiterhin mit weiteren Angriffswellen, solange der Krieg andauert. Millionen Israelis müssen deshalb weiterhin jederzeit mit Alarm und dem Gang in den Schutzraum rechnen.
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