Ärzte aus Teheran: Sicherheitskräfte schießen gezielt auf Augen und Köpfe von Demonstranten
Iranische Sicherheitskräfte sollen bei der Niederschlagung der Proteste gezielt auf Augen und Köpfe von Demonstranten schießen, um bleibende Verletzungen zu verursachen. Das berichten mehrere Ärzte aus Teheran gegenüber The Guardian. Ein Augenarzt erklärte, in einem Krankenhaus der Hauptstadt seien über 400 Schussverletzungen an den Augen dokumentiert worden. Viele Betroffene hätten ihr Augenlicht verloren, teils mussten Augen operativ entfernt werden.
Laut den Ärzten setzen Sicherheitskräfte Schrotflinten mit Metallkugeln sowie scharfe Munition ein. Die Verletzungen seien kein Zufall, sondern Teil einer gezielten Strategie, die bereits bei den Protesten 2022 angewendet worden sei. Krankenhäuser seien zeitweise überlastet und erinnerten an ein Kriegsgebiet, es fehle an Blutkonserven und medizinischem Material.
Hinzu kommt, dass Sicherheitskräfte offenbar Verletzte direkt in Kliniken festnehmen. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die offizielle Zahl der Todesopfer deutlich unter der tatsächlichen liegt. Bilder und Videos, die über Associated Press und soziale Medien verbreitet wurden, stützen Berichte über massive Gewalt gegen überwiegend friedliche Demonstranten.
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