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01 Aug 2026

Nach der Meuterei: 14 Givati-Soldaten aus dem Kampfdienst entlassen

Die Antwort der Armee ist eindeutig ausgefallen. 14 Soldaten des Tzabar-Bataillons der Givati-Brigade, die am Donnerstag den Auszug von der Basis Sde Teiman anführten, wurden zu 30 Tagen Militärhaft verurteilt. Der Brigadekommandeur, Oberst Netanel Shamaka, entließ sie zudem dauerhaft aus dem Kampfdienst. Das teilte die IDF am Freitag mit.

Von den insgesamt rund 100 Soldaten, die die Basis ohne Erlaubnis verließen, kehrten etwa 80 später zurück. Sie müssen das Wochenende auf der Basis verbringen und durchlaufen dort ein „Führungs- und Erziehungsverfahren zur Stärkung von Disziplin, Werten und Normen, die von IDF-Soldaten erwartet werden“. Zwei Soldaten, die erst über Nacht zurückkamen, werden später verurteilt. Einer ist bislang gar nicht zurückgekehrt; sein Name geht an die Militärpolizei.

Worum es bei den Schildern wirklich ging

Der Auslöser wirkt auf den ersten Blick banal, ist es aber nicht. Am Donnerstag verließen die Infanteristen die Basis, ließen ihre Waffen zurück und zogen geschlossen ab, nachdem ihr Bataillonskommandeur Schilder entfernt und zerstört hatte, die sie in ihren Unterkünften aufgehängt hatten. Die Soldaten erklärten, es handele sich um „Teil der Tradition unserer Kompanie“.

Was auf diesen Schildern zu sehen war, macht den Konflikt verständlich. Nach israelischen Medienberichten befanden sich darunter hölzerne Darstellungen von Satan und des Todesengels sowie eine Tafel mit Höllenmotiv und der Aufschrift „Königreich der Teufel“. Nach Darstellung der Armee enthielten die Schilder Material, das neue Rekruten herabwürdigen sollte. Bei israelischen Infanterieeinheiten gibt es eine Vorgeschichte solcher Schikaneriten gegenüber Neuankömmlingen, ebenso von kollektiven Fahnenfluchten aus Protest gegen Vorgesetzte.

Videoaufnahmen zeigen die Soldaten, wie sie unter obszönen Sprechchören gegen die Offiziere die Basis verlassen. Weitere Bilder dokumentieren einen ungeordneten Haufen zurückgelassener Gewehre und die Trümmer der entfernten Schilder. Ein Soldat berichtete, einer der Vorgesetzten habe für eines der Embleme einen Fünf-Kilo-Vorschlaghammer benutzt; der Vorgang wurde gefilmt.

„Kein Platz in der IDF“

Der Bataillonskommandeur erhielt Rückendeckung von oben: Die Armee erklärte bereits am Donnerstag, sie stehe hinter seinem Vorgehen. Er hatte den Soldaten eine Frist bis 16 Uhr gesetzt, um zurückzukehren. Am Abend war der Großteil zurück, es fehlte ein Zug von 30 bis 40 Mann.

Brigadekommandeur Shamaka und der Kommandeur der 162. Division, Brigadegeneral Sagiv Dahan, kamen persönlich nach Sde Teiman, um mit den Soldaten zu sprechen. In einem Schreiben an die Truppe wählte Shamaka bewusst zweigeteilte Worte: „Im Krieg habt ihr eure Hingabe an den Auftrag bewiesen. Ihr habt tapfer gekämpft und in allen Kampfabschnitten euer Leben riskiert.“ Und weiter: „Gerade aus dieser tiefen Wertschätzung und Dankbarkeit heraus ist der Disziplinvorfall, der sich kürzlich im Tzabar-Bataillon ereignet hat, ein schwerwiegendes Ereignis, das weder in der IDF im Allgemeinen noch in der Givati-Brigade im Besonderen einen Platz hat.“

Der Vorfall fällt in eine Debatte, die die Armee selbst führt. Nach fast drei Jahren durchgehender Kämpfe registriert die IDF nach eigenen Angaben einen deutlichen Rückgang der Disziplin an der Front. Auf Weisung des Generalstabschefs entsteht derzeit ein „Grundlagendokument“, das Werte und Befehle neu schärfen soll.

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