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10 Jun 2026

Umfrage: Mehrheit der Israelis gegen Ende des Iran-Krieges unter aktuellen Bedingungen

Eine neue Umfrage des Israel Democracy Institute zeigt eine deutliche Verschiebung in der israelischen Öffentlichkeit. Die Mehrheit der Israelis lehnt ein Ende des Krieges mit dem Iran unter den derzeit diskutierten Bedingungen ab. Zugleich sinkt das Vertrauen vieler jüdischer Israelis in Donald Trump spürbar.

Nur noch 41 Prozent der jüdischen Befragten glauben, dass Israels Sicherheit für Trump ein zentrales Anliegen ist. Im März waren es noch 64 Prozent, der niedrigste Stand seit Beginn der Messungen im November 2024. Besonders stark ist der Rückgang in der politischen Mitte: Dort fiel der Wert von 62 auf 32 Prozent. Auch rechts sank das Vertrauen deutlich, von 70 auf 48 Prozent.

Die Skepsis hängt vor allem mit einem möglichen Abkommen zwischen den USA und dem Iran zusammen. Zwar glauben 56 Prozent der Befragten, dass ein Deal die weitere Entwicklung iranischer Atomwaffen verhindern könnte. Doch nur 32 Prozent erwarten, dass ein Abkommen auch die Bedrohung durch Irans ballistische Raketen beseitigt. Noch weniger, 28 Prozent, glauben, dass ein Deal das Regime in Teheran schwächen würde.

Besonders deutlich ist die Ablehnung eines Kriegsendes unter den aktuellen Bedingungen: 57,5 Prozent der Israelis meinen, ein solcher Schritt würde Israels Sicherheitsinteressen nicht dienen. In keinem jüdischen politischen Lager erreicht die Zustimmung zu einem Ende des Krieges auch nur ein Drittel.

Auch die Lage im Norden belastet die Stimmung. Nur 17,5 Prozent bewerten den Umgang der Regierung mit der Hisbollah als gut oder ausgezeichnet. Selbst unter rechten jüdischen Wählern fällt die Zustimmung begrenzt aus.

Die Umfrage zeigt außerdem wachsende Unzufriedenheit mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. 61 Prozent der Befragten sagen, er solle bei der nächsten Knesset-Wahl nicht erneut antreten. Unter jüdischen Befragten sind es 57 Prozent, unter arabischen Israelis 83 Prozent.

Das Bild ist klar: Viele Israelis wollen weder einen schnellen Abschluss mit dem Iran, noch vertrauen sie blind auf Washington. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Regierung, sowohl gegenüber dem Iran als auch gegenüber der Hisbollah eine überzeugendere Sicherheitsstrategie vorzulegen.

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