USA starten offenbar neuen Versuch in Hormus – Washington will Irans Kontrolle über die Route brechen
Die USA haben offenbar erneut damit begonnen, festgesetzte Schiffe aus der Straße von Hormus zu eskortieren. Laut einem Bericht des Wall Street Journal unterstützt die US-Marine wieder Tanker und Frachtschiffe dabei, die strategisch wichtige Wasserstraße zu passieren.
In Washington erinnert das an das kurzzeitig gestartete Projekt „Freedom“, das Trump vor wenigen Wochen überraschend ankündigte und nur rund 36 Stunden später wieder stoppte.
Diesmal läuft die Operation deutlich leiser ab. Eine offizielle Erklärung aus dem Weißen Haus gibt es bislang nicht. Nach Angaben amerikanischer Militärvertreter konnte bereits ein griechischer Öltanker mit rund zwei Millionen Barrel Öl die Meerenge passieren. Das Schiff war seit März im Nahen Osten festgesetzt und befindet sich nun auf dem Weg nach Indien. Ein Dutzend weitere Schiffe soll in den kommenden Tagen folgen.
Der Iran hatte gedroht, Schiffe anzugreifen, die ihre Durchfahrt nicht mit Teheran abstimmen. Gleichzeitig berichten amerikanische Medien von neuen US-Angriffen gegen Ziele im Süden Irans, darunter Schnellboote und mutmaßliche Minenleger.
Laut NBC News soll Saudi-Arabien beim ersten Abbruch der Mission massiven Druck auf Washington ausgeübt haben. Riad habe den USA damals untersagt, saudische Basen und den Luftraum für die Operation zu nutzen. Washington will nun offenbar dennoch verhindern, dass der Iran dauerhaft die Kontrolle über die Schifffahrt in der Meerenge ausbaut.
In Israel und den Golfstaaten verfolgt man die Entwicklung aufmerksam. Eine längere Blockade der Route hätte massive Folgen für Ölpreise, Lieferketten und die Stabilität der gesamten Region.
Wir berichten hier nicht aus der Distanz, sondern mitten aus dem Alltag in Israel.
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