Israel verfolgt Iran-Gespräche mit wachsender Sorge – Armee in höchster Alarmbereitschaft
In Israel wächst die Nervosität über die laufenden Gespräche zwischen den USA und Iran. Die israelische Führung verfolgt aufmerksam die Berichte über einen möglichen Zwischenentwurf für ein Abkommen, der zuletzt in saudischen Medien auftauchte. Genau dieser Entwurf sorgt in Jerusalem für erhebliche Unruhe.
Der mögliche Deal soll vor allem eine schrittweise Lockerung der Sanktionen, die Öffnung der Straße von Hormus und eine Art Waffenruhe umfassen. Was fehlt, alarmiert israelische Sicherheitskreise: Weder das iranische Atomprogramm noch die ballistischen Raketen oder die regionalen Stellvertreterorganisationen Teherans würden darin konkret geregelt.
Israel befürchtet, dass Iran wirtschaftlich Luft zum Atmen bekommt und eingefrorene Milliarden freigegeben werden könnten, während die eigentlichen Kernprobleme auf später verschoben werden. Sicherheitsbeamte betonen laut israelischen Medien, es habe eine klare Verständigung mit Washington gegeben: Iran dürfe keine Fähigkeiten zur Urananreicherung behalten.
In der Armee wurde „höchste Alarmbereitschaft“ ausgerufen. Man bereitet sich auf mögliche neue Angriffe gegen Iran vor, falls die Verhandlungen scheitern oder Trump zu dem Schluss kommt, dass Teheran nur Zeit gewinnen will.
Auch die Lage im Libanon verschärft den Druck. Innerhalb der Armee wächst die Forderung nach einer politischen Entscheidung: entweder eine tragfähige Vereinbarung mit der libanesischen Seite oder deutlich mehr militärische Handlungsfreiheit gegen die anhaltenden Drohnenangriffe der Hisbollah.
Dazu kommt die wachsende Frustration Trumps. Amerikanische Quellen berichten, Trump empfinde die Gespräche als zermürbend und sehe kaum echte Fortschritte.
Wir berichten hier nicht aus der Distanz, sondern mitten aus dem Alltag in Israel.
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