Warum Teheran kaum nachgibt – und worauf Washington und Jerusalem setzen
In Washington und Jerusalem wächst die Einschätzung, dass der Konflikt mit Iran an einen kritischen Punkt kommt. Während Trump weiter zwischen Diplomatie und militärischem Druck schwankt, glauben viele Analysten, dass die Führung in Teheran bewusst auf Zeit spielt.
Der Hintergrund: Das iranische Regime hat in den vergangenen Monaten massive Belastungen überstanden. Trotz Sanktionen, Angriffen auf militärische Infrastruktur und innenpolitischem Druck blieb die Führung stabil. In Teheran ist offenbar die Überzeugung gewachsen, dass nicht Iran zuerst nachgeben wird, sondern der Westen. Steigende Energiepreise, wirtschaftlicher Druck und die politische Stimmung in den USA gelten dort als mögliche Hebel gegen Trump.
Israelische Sicherheitsexperten gehen deshalb davon aus, dass begrenzte Einzelangriffe kaum ausreichen werden, um Teheran zu einem Kurswechsel zu bewegen. Hinter den Kulissen wird offenbar über ein deutlich breiteres Szenario diskutiert: eine mehrtägige gemeinsame Militäraktion der USA und Israels gegen Raketenstellungen, Drohnenkapazitäten und strategische Infrastruktur.
Im Mittelpunkt stehen ballistische Raketenprogramme, Drohnenbasen und militärische Einrichtungen rund um den Persischen Golf und die Straße von Hormus. Ziel wäre nicht, das Regime direkt zu stürzen, sondern dessen militärische Handlungsfähigkeit massiv einzuschränken.
Die Sorge bleibt groß, dass eine neue Eskalation schnell außer Kontrolle geraten könnte. Teheran verfügt über erhebliche Raketen- und Drohnenkapazitäten und könnte nicht nur Israel, sondern auch US-Stützpunkte und Energieanlagen in den Golfstaaten angreifen.
Hinter verschlossenen Türen laufen offenbar bereits umfangreiche Abstimmungen zwischen Jerusalem und Washington.
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