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16 May 2026

Waffenruhe zwischen Israel und Libanon um 45 Tage verlängert – trotz anhaltender Gefechte

Die USA haben die fragile Waffenruhe zwischen Israel und Libanon um weitere 45 Tage verlängert. Die Entscheidung fiel nach einer dritten Verhandlungsrunde in Washington, an der erstmals auch hochrangige Militärvertreter beider Seiten teilnahmen. Washington sprach von „sehr produktiven“ Gesprächen, Israels Botschafter in den USA erklärte, das Potenzial für Fortschritte sei „groß“.

Die Hisbollah setzte ihre Angriffe auch während der Gespräche fort und feuerte Drohnen, Raketen und Mörsergranaten auf israelische Ziele sowie auf IDF-Truppen im Südlibanon ab. Nach Angaben der IDF wurden mehrere Drohnen abgefangen, andere schlugen bei Kirjat Schmona und Metula ein. Verletzte gab es zunächst nicht.

Israel griff parallel weiter Hisbollah-Ziele im Libanon an. Besonders rund um Tyrus kam es zu schweren Luftangriffen. Der libanesische Gesundheitsdienst meldete Dutzende Verletzte, darunter Frauen und Kinder. Die IDF erklärte, man habe Infrastruktur und Abschussrampen der Hisbollah attackiert.

Die Waffenruhe gilt offiziell seit Mitte April, wird jedoch fast täglich verletzt. Israel besteht darauf, dass die Hisbollah entwaffnet wird und keine militärische Präsenz mehr nahe der Grenze unterhält. Beirut fordert im Gegenzug ein Ende der israelischen Angriffe und den vollständigen Rückzug israelischer Kräfte aus dem Südlibanon.

Nun sollen getrennte politische und militärische Gesprächsformate eingerichtet werden. Ende Mai treffen Militärdelegationen im Pentagon zusammen, Anfang Juni folgen politische Gespräche im US-Außenministerium.

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