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16 May 2026

Ehemalige Geiseln feiern Angriff auf Hamas-Kommandeur Haddad

Nach dem israelischen Angriff auf den hochrangigen Hamas-Kommandeur Izz al-Din al-Haddad haben sich mehrere ehemalige Geiseln öffentlich zu Wort gemeldet. Für sie sei der Schlag ein persönlicher Moment der Genugtuung und des Abschlusses gewesen.

Israel hatte am Freitagabend ein Gebäude im Stadtteil Rimal in Gaza-Stadt angegriffen. Nach Angaben aus Jerusalem galt das Ziel Haddad, dem militärischen Hamas-Chef im Gazastreifen und einem der wichtigsten Planer des Massakers vom 7. Oktober. Eine offizielle Bestätigung seines Todes lag zunächst nicht vor, israelische Sicherheitskreise sprachen jedoch von positiven Hinweisen.

Besonders emotional reagierten ehemalige Geiseln, die nach eigenen Aussagen direkt unter Haddads Kontrolle festgehalten wurden. Liri Albag erklärte, Haddad habe „Blut an den Händen von Hunderten Menschen“ gehabt und sei direkt an Entführungen und Morden beteiligt gewesen. Emily Damari berichtete, sie sei von ihm in Hamas-Tunneln festgehalten worden. Beide dankten den israelischen Sicherheitskräften.

Nach israelischen Einschätzungen gehörte Haddad zu den letzten zentralen Hamas-Kommandeuren der Generation des 7. Oktober. Er soll nicht nur Angriffe gegen Israel koordiniert, sondern Geiseln auch als menschliche Schutzschilde benutzt haben.

Sicherheitskreise gehen davon aus, dass ein erfolgreicher Schlag gegen Haddad die Hamas-Führung empfindlich treffen könnte. Experten betonen jedoch, dass dies die Hamas-Herrschaft im Gazastreifen nicht automatisch beenden würde. Die Operation sende dennoch eine klare Botschaft: Selbst hochrangige Hamas-Führer seien auch Jahre nach dem Massaker erreichbar.

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