Soldaten improvisieren gegen Drohnen: Netze statt echter Lösungen?
Die Bedrohung durch Sprengstoffdrohnen im Südlibanon entwickelt sich für viele israelische Soldaten zu einem der größten Probleme an der Front. Besonders gefährlich sind dabei neue Drohnen mit Glasfasersteuerung, gegen die klassische elektronische Störsysteme kaum helfen. Allein in den vergangenen Tagen wurden erneut Reservisten durch solche Angriffe verletzt.
Israelische Medien berichten inzwischen offen über die wachsende Frustration vieler Soldaten. Besonders bei Ynetschildern Reservisten, dass sie sich teilweise mit improvisierten Lösungen schützen müssen. Dazu gehören einfache Netzkonstruktionen, die über Fahrzeuge oder Stellungen gespannt werden, um die Wirkung explodierender Drohnen zumindest etwas abzuschwächen.
Ein Reservist, der nach eigenen Angaben seit dem 7. Oktober rund 500 Reservetage geleistet hat, sprach offen von einem Gefühl der Hilflosigkeit. Vieles werde über private Spenden organisiert, weil notwendige Ausrüstung nicht ausreichend vorhanden sei. Teilweise würden Kommandeure über soziale Medien Geld sammeln, um Schutzmaterial zu kaufen.
Die Israel Defense Forces (IDF) betonen dagegen, dass intensiv an Lösungen gearbeitet werde. Neue Radarsysteme, bessere Erkennungsmethoden und verschiedene Abwehrtechnologien würden derzeit getestet. Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher, wie schwierig die Bedrohung durch kleine FPV-Drohnen geworden ist, die präzise gesteuert werden und oft nur schwer rechtzeitig entdeckt werden können.
Der Krieg im Norden macht damit erneut sichtbar, wie stark sich moderne Konflikte verändert haben. Oft sind es inzwischen keine großen Raketen mehr, sondern kleine, billige Drohnen, die Soldaten an der Front massiv unter Druck setzen.
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