Analyse: Trump gewinnt Zeit, Israel trägt das Risiko
ADie von US-Präsident Donald Trump angekündigte zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran verschafft vor allem Washington Luft. Israel hingegen bleibt mit den unmittelbaren Folgen zurück. Trump kann innenpolitisch punkten, etwa durch sinkende Ölpreise und eine vorübergehende Entspannung der Lage. Gleichzeitig gewinnt er Zeit für weitere strategische Entscheidungen.
Vor Ort zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Waffenruhe ist bislang brüchig. Iran hat trotz Ankündigung weiter Raketen auf Israel abgefeuert, und die Straße von Hormus ist noch nicht vollständig geöffnet. Eine echte Entspannung ist daher nicht erkennbar.
Für Israel entsteht daraus ein klares Problem. Die Offensive im Libanon könnte gestoppt werden, obwohl das Ziel, die Hisbollah entscheidend zu schwächen, noch nicht erreicht ist. Gerade im Norden wächst deshalb die Frustration. Viele Menschen fragen sich, warum sie weiter unter Beschuss stehen sollen, wenn die Bedrohung bestehen bleibt.
Iran bleibt zudem militärisch handlungsfähig. Die Waffenruhe wirkt daher weniger wie eine Lösung als wie eine unsichere Pause.
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