Libanon-Einsatz: Entwaffnung der Hisbollah laut Militär „nicht realistisch“
Ein hochrangiger Vertreter der israelischen Armee hat klargestellt, dass eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah derzeit kein realistisches Ziel der laufenden Militäroperation im Libanon ist. Stattdessen konzentriert sich die Armee darauf, die Organisation zu schwächen und die Bedrohung für Nordisrael zu reduzieren.
Geplant ist die Einrichtung einer erweiterten Sicherheitszone im Süden des Libanon. Dafür sollen grenznahe Dörfer weitgehend zerstört und militärische Stützpunkte mehrere Kilometer tief auf libanesischem Gebiet errichtet werden. Eine vollständige Kontrolle über die Hisbollah würde laut Militär eine umfassende Besetzung des Libanon erfordern – ein Szenario, das derzeit nicht verfolgt wird.
Gleichzeitig sorgt diese Einschätzung im Norden Israels für wachsende Unruhe. Viele Bewohner reagieren mit Enttäuschung und Unverständnis. Sie fragen offen, warum sie weiterhin unter täglichem Raketenbeschuss leben sollen, wenn die Hisbollah weder vollständig entwaffnet noch entscheidend geschlagen wird.
Die Armee betont zwar, dass die Organisation bereits erheblich geschwächt worden sei und langfristig eine Entwaffnung angestrebt werde. Kurzfristig bleibt jedoch klar: Der Beschuss dürfte nicht vollständig enden. Für die Bevölkerung im Norden bedeutet das vorerst ein Weiterleben im Ausnahmezustand.
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