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21 Feb 2026

Trump setzt auf Abnutzung statt Blitzschlag gegen Iran

In Washington zeichnet sich ein Strategiewechsel im Umgang mit Iran ab. Statt eines kurzen, massiven Militärschlags favorisiert Präsident Donald Trump offenbar eine länger angelegte Kampagne der „Abnutzung“. Ziel wäre es, Irans militärische Infrastruktur, Raketenarsenale und verbleibende Nuklearanlagen systematisch über Wochen hinweg zu schwächen.

Zentrale Rolle käme dabei der US-Marine zu. Die modernste amerikanische Flugzeugträgerkampfgruppe, angeführt von der USS Gerald R. Ford, soll im östlichen Mittelmeer Stellung beziehen. Mit bis zu 150 Kampfeinsätzen pro Tag verfügt sie über deutlich höhere Schlagkraft als ältere Träger. Zusammen mit weiteren Zerstörern, U-Booten und hunderten Marschflugkörpern entstünde eine der größten US-Aufstellungen in der Region seit Jahren.

Parallel bereiten sich Israels Luftwaffe, Geheimdienste und Heimatschutz auf verschiedene Szenarien vor. Im Falle einer Eskalation wird mit Raketen- und Drohnenangriffen auf israelisches Gebiet gerechnet.

Strategisch verfolgt die geplante Kampagne mehrere Ziele: die dauerhafte Schwächung des iranischen Repressionsapparats, die Verzögerung des Atomprogramms um Jahre sowie die Zerstörung weiter Teile des ballistischen Raketenarsenals. Ob eine solche Operation tatsächlich zu einem politischen Umbruch in Teheran führen würde, gilt jedoch als ungewiss.

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