Ärzte ohne Grenzen bestätigt bewaffnete Präsenz in Gaza-Klinik
Ein Bericht von Ärzte ohne Grenzen sorgt für politische Brisanz. Die Organisation erklärte, in einem Krankenhaus im Gazastreifen bewaffnete Akteure beobachtet zu haben, die sich innerhalb der Einrichtung bewegten, Menschen einschüchterten und Festnahmen vornahmen – auch nach Inkrafttreten des Waffenstillstands.
Damit erhält die israelische Darstellung neue Nahrung. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) hatten wiederholt betont, dass Hamas zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, für militärische Zwecke missbrauche. Diese Vorwürfe waren international vielfach angezweifelt worden.
Ärzte ohne Grenzen vermeidet es, eine konkrete Gruppe zu benennen, fordert jedoch ausdrücklich, medizinische Einrichtungen dürften niemals militarisiert werden. Krankenhäuser müssten geschützte Räume bleiben.
Für Israel ist das Statement dennoch bedeutsam. Es stützt die Argumentation, dass militärische Aktivitäten in sensiblen zivilen Einrichtungen stattfinden. Die Debatte über Schutzräume, Völkerrecht und die Verantwortung der Konfliktparteien dürfte damit weiter an Schärfe gewinnen.
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