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19 Jan 2026

Hisbollah verschärft den Ton – Qassem droht Israel mit Konsequenzen

Der Chef der Hisbollah, Naim Qassem, hat Israel erneut offen gedroht und vor einer weiteren Eskalation im Norden gewarnt. In einer aufgezeichneten Ansprache erklärte Qassem, Angriffe auf libanesisches Gebiet könnten nicht unbegrenzt hingenommen werden. Man werde sich nicht entwaffnen lassen und nicht tatenlos bleiben. „Alles hat seine Grenze“, sagte er wörtlich.

Die Aussagen fallen in eine Phase hoher Spannungen entlang der Grenze zu Israel, während der internationale Druck auf Beirut wächst, die militärische Macht der Hisbollah einzudämmen. Qassem rechtfertigte das Waffenarsenal der Organisation erneut als angeblich unverzichtbar für die Verteidigung des Libanon und stellte den Konflikt in einen größeren regionalen Zusammenhang.

Er warf den Vereinigte Staaten und Israel vor, gemeinsam daran zu arbeiten, den Iran von innen zu schwächen. Ziel sei es, so Qassem, die Islamische Republik zu destabilisieren.

Die Drohungen stehen im Kontrast zu jüngsten Aussagen aus Beirut. Außenminister Youssef Rajji hatte eingeräumt, dass Israel im Rahmen des Waffenstillstands von 2024 das Recht habe, militärisch gegen Hisbollah-Ziele vorzugehen. Trotz dieser Position lehnt die Hisbollah eine Entwaffnung weiterhin ab – Israel hält den militärischen Druck aufrecht.

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