„Wir werden bestimmen, wann wir reagieren“ – Hezbollah kündigt Antwort auf Tötung Tabatabais an
Hezbollah-Chef Naim Qassem hat am Freitagabend offen mit einer Vergeltung gegen Israel gedroht. In seiner Ansprache erklärte er, die Miliz habe „das Recht zu antworten“ auf die gezielte Tötung von Ali Tabatabai, dem höchsten Militärkommandeur der Organisation, der am Sonntag bei einem israelischen Luftschlag am Rand von Beirut getötet worden war.
„Wir werden Zeitpunkt und Ort wählen“, sagte Qassem. Die Tötung Tabatabais sei ein „klare Aggression“. Israel hatte den Schlag trotz eines seit einem Jahr geltenden Waffenstillstands ausgeführt.
Qassem behauptete zudem, Hezbollah habe mehrere Infiltrationsversuche abgewehrt, orchestriert durch „Feinde in den USA und der arabischen Welt“. Israel und die USA seien gescheitert, die Organisation zu schwächen.
Gleichzeitig versuchte Qassem, den geplanten Besuch von Papst Leo XIV. politisch einzubinden. Die Reise könne „zur Beruhigung beitragen“, sagte er und kündigte offizielle Kontakte zur päpstlichen Botschaft an.
In seiner Rede bezeichnete Qassem die Waffenruhe als „Sieg des Widerstands“, da Israel sein Ziel – die Entwaffnung Hezbollahs – nicht erreicht habe.
Die Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund zunehmenden internationalen Drucks, der libanesischen Armee die Entwaffnung extremistischer Gruppen aufzuerlegen. Qassem kritisierte die Regierung scharf: „Der Staat hat weder geschützt noch abgeschreckt.“ Nur die „Widerstandskräfte“ hätten Israel zurückgedrängt und das Land verteidigt
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